Natur & Gefühle = geile Säue

Schönen guten Tach! So. Ich gebe mir soooo viel Mühe, diesem Gedanken keinen Raum zu schenken, aber immer dann, wenn ich mir meine drölfzigtausend Islandfotos angucke, schleicht er sich trotzig wieder ein, tobt durch mein Hirnchen und versucht, eine kleine Knusselspur zu hinterlassen. Ich versuche dann, diese Spur immer ganz schnell mit meinen echten Islanderinnerungen zu verwischen, aber die Spur taucht immer und immer wieder auf und schreibt mir „Du hast kaum schöne Fotos in Island gemacht“ in meine Gehirnwindungen. Gnaaaaaah!

Ich erinnere mich dann, wie glücklich ich während meines Roadtrips war. Ich kann das Meer wieder riechen, die Wasserfälle hören, habe in Gedanken schon wieder meine Gummistiefel an, tapere blindlings durch die wunderschöne Gegend und meine Regenhose macht bei jedem Schritt leise Geräusche. DANN fühle ich wieder all die kleinen und großen Momente und DANN kann ich mir sagen: Scheiß auf die Fotos! Du hast im Moment gelebt! Du kannst Dich erinnern! All das wohnt in Deinem Herzen und Du brauchst keine Fotobeweise für die Schönheit all dieser Erinnerungen. Und dann bin ich wieder sehr, sehr zufrieden.

Bis sich dieser Gedanke wieder einschleicht und seine miese Spur erneut hinterlässt. Und ich wieder so: Gnaaaaaaah!

Ich wollte in Island die Fotos meines Lebens machen. Aber das Wetter so: NEIN! (Und jaaaa, wahrscheinlich könnte man aus den Bildern noch voll was rausholen, wenn man Photoshop oder Lightroom kann. Kann ich aber noch (!) nicht.)

An meinem ersten Reisetag gesellte sich für ein paar Stunden die Sonne zu mir und an meinem letzten Tag, als ich schon wieder in Reykjavik unterwegs war, kam sie auch noch mal aus ihrem Versteck raus. Aber in fast allen Stunden dazwischen waren Regen, Sturm und Schmuddel meine ständigen Begleiter. An einigen Tagen konnte ich kaum 10 Meter weit in die Ferne gucken, weil sich die Landschaft und das Meer in Wolken und Nebel hüllten. Und es gab den einen oder anderen Moment, in dem ich wirklich Frusttränen in den Augen hatte. Ich konnte fühlen, dass ich durch sagenhafte Landschaftsabschnitte fuhr, aber ich konnte sie nicht sehen. Das tat mir richtig weh. Und dann gab es diesen Tag in Vík. Was hatte ich mich auf Vík gefreut! Auf die Felsnasen, die Basaltsäulen, auf die Höhle am Strand, auf den schwarzen Sand, auf die kleine Kirche, die oberhalb des Ortes thront…und dann stand ich da, konnte all das, worauf ich mich so sehr gefreut hatte, endlich sehen, aber es nicht fotografieren, weil es so stark stürmte, dass ich beim besten Willen meine Kamera nicht mal für eine halbe Sekunde still halten konnte. Das war der Tag, an dem die Ringstraße in der Gegend gesperrt wurde. Fotos machen? Weiterfahren? Wetter so: NEIN!

Ich habe so viele Islandfotos von Leuten gesehen, die direkt vor und direkt nach mir die Insel umrundet haben. Und ja, ich gebe es zu: Des öfteren habe ich neidisch mit den Zähnen geknirscht, wenn sie genau die Orte vor strahlend blauem Himmel einfangen konnten, an denen ich fototechnisch einfach nur gescheitert bin. Teilweise habe ich von den Orten überhaupt gar kein Foto, nicht mal ein schlechtes, obwohl ich dort war. Weil Sturm, Regen und Nebel. Und ja, das macht mich traurig.

Aber nur kurz. Denn dann erinnere ich mich. Dann weiß ich wieder wie gut sich der Sturm angefühlt hat, der alles weggepustet hat. Der mit all seiner Naturgewalt an meinen Beinen, Haaren und an meinem Herzen gerüttelt und mir wie noch nie gezeigt hat – ich zitiere mich kurz selbst: „Natur ist so ne geile Sau!“. Dieses Gefühl, diese Erinnerung…das ist mehr wert als strahlend-blaue-Himmel-Fotos. Das Fahren im Regen-Nebel-Sturm hat mich teilweise verdammt viel Mut und auch Kraft gekostet. Ich habe das Lenkrad so fest umklammert, dass mir die Hände weh taten. Und auch die Augen taten mir weh, weil ich zu Anfang meiner Reise meine Brille an einem Wasserfall verloren hatte. Aber ich habe es geschafft. Ich habe meinen Miet-Jimmy und mich durch jeden Sturm gejagt und wir sind überall heil angekommen. Und dann durfte ich stolz auf mich sein. Und auch DAS ist so viel mehr wert als die tollsten Spazierfahrtfotos. Außerdem hätte ich, wenn es nicht so viel geregnet hätte, nicht herausgefunden wie glücklich es mich macht, in Gummistiefeln und Regenhose durch die Gegend zu rennen, durch alle Pfützen zu trampeln und mich bedenkenlos auf jede nasse Wiese setzen zu können. Kein Witz, ich war so glücklich…dort in Island, in meinem Regenoutfit…und auch das Wissen um dieses Gefühl ist viel mehr wert als strahlende Poserfotos.

Ich habe in Island alles mitgenommen. Nur keine Sonne (…außer am Barbapapa-Tag!). Aber umgekehrt wäre es doch eigentlich viel trauriger, denn ich durfte die Natur Islands in all ihrem Extremen kennen lernen. Na gut, et hat nicht geschneit, aber immerhin habe ich zu Florence and the Machine auf schneebedeckten Bergen getanzt!

Also pose ich nicht mit den Fotos meines Lebens herum. Weil es sie nicht gibt. Aber in Kopf und Herz…da finde ich Erfahrungen und Erinnerungen, die mich so glücklich machen, dass mir immer wieder die Tränen kommen.

Apropos Tränen: An meinem dritten oder vierten Islandtag bekam ich auf Instagram eine Privatnachricht auf meine Videostory. Es war eine sehr freundlich formulierte Nachricht, aber sie hat mich zunächst trotzdem ziemlich getroffen. Sinngemäß stand dort, dass ich auf meiner gesamten Reise (bis zu dem Zeitpunkt) sehr weinerlich wirken würde und dass die Schreiberin die ganze Zeit das Bedürfnis hätte, mich in den Arm zu nehmen und mir zu sagen, dass schon alles gut werden würde.

Da musste ich wirklich schlucken und ich denke auch jetzt, fast einen Monat später, immer mal wieder daran. Diese Nachricht ist ein sehr gutes Beispiel dafür, dass die Wahrnehmung alles Zwischenmenschlichen immer in doppelter Abhängigkeit steht: 50% liegen beim Sender und 50% liegen beim Empfänger.

Ich selbst habe mich in Island nicht weinerlich gefühlt – und das, obwohl ich viel geweint habe. Ich habe vor Rührung geweint, vor Freude, vor Dankbarkeit. Ich habe geweint, weil sich in mir ein Kreis geschlossen hat, weil ich so glücklich war, dass ich es manchmal kaum glauben konnte. Ich habe geweint, weil ich mich so oft so unglaublich über die vielen lieben Rückmeldungen gefreut habe, durch die sich meine Freude Tag für Tag noch mal etwas potenziert hat. Ich habe geweint, weil es ein wunderschönes Gefühl ist, wenn so viele Menschen mitfühlen und so aufrichtig und herzlich Anteil nehmen. Ich habe geweint, weil ich das Gefühl hatte, mir selbst näher gekommen zu sein als je zuvor. Und ich habe geweint, weil ich mir meines Weges bewusst geworden bin.

Mit Anfang 20 habe ich eine stationäre Therapie gemacht. Die Diagnose lautete damals: „Panikstörung mit Agoraphobie, Sozialphobie und leichte Depressionen“. Einen großen Teil meines Lebens habe ich mich von meiner eigenen Angst bestimmen lassen. Ich hatte Angst vor (fremden) Menschen, ich hatte Angst vorm Alleinsein, ich hatte Angst vor fremden Umgebungen, ich hatte Angst vor mir selbst. Und dann stehe ich in Island…unter fremden Menschen, alleine, in einer fremden Umgebung…und hatte keine Angst…weder vor mir selbst, noch vor sonst irgendwas. Ich hatte keine Angst mehr. Und das ist MEIN Weg. Aus der Angst heraus…bis nach Island. Und wenn mich das weinen lässt, dann voller Freude und Stolz und Dankbarkeit, weil ich diesen Weg gegangen und in mir an einem Ort angekommen bin, an dem ich keine Angst mehr haben muss.

All das hat für mich nichts mit Weinerlichkeit zu tun. Weinerlich wäre ich gewesen, wenn ich geheult hätte, als die Straßen gesperrt wurden und ich meine nächste Unterkunft nicht erreichen konnte. Aber ich habe gelacht und versucht, in nem Stall zu übernachten. Weinerlich wäre ich gewesen, wenn ich geheult hätte, weil mir nach dem Tätowieren der Arm auf der Weiterfahrt so höllisch weh getan hat, dass ich kaum in einen anderen Gang schalten konnte. Aber ich habe gelacht, gesungen und getanzt.

So lange habe ich mich für meine Emotionalität geschämt – vor mir selbst und vor Anderen. Aber das ist Blödsinn. Wenn mich schöne Erfahrungen, Glück und Dankbarkeit vor Freude weinen lassen, dann ist das etwas Gutes. Ich mag das. Und wenn ich mal heule, weil #bösewelt und so, dann ist auch das völlig okay. Weil Gefühle einfach zum Leben dazu gehören und ich bin froh, dass ich sie rauslassen kann, anstatt wie viele Andere heimlich dran zu ersticken.

Meine Gefühle sind einfach ein Teil von mir und es tut gut, dass ich mittlerweile sagen kann: Ich nehme sie an und stehe zu ihnen – und das nicht nur im stillen Kämmerlein. Und ich freue über jeden, der es ebenso hält, denn letztlich sind es (auch online) die Gefühle anderer Menschen, die MICH bewegen, begeistern und zum Nachdenken bringen – und nicht irgendwelche fassadenhaften Monologe über Wimpernverlängerunugen oder Staubsauger.

Huch. Eigentlich wollte ich nur über meine Islandfotos schreiben. Joa. Könnten schöner sein. Ist aber nicht schlimm. Ganz im Gegenteil. Muss ich mich nur hin und wieder selbst dran erinnern.

Merke: Musiktipp zum Thema -> „Tropftränennass“

  • kindausmruhrpott
    22. August 2017

    Der Post auf den ich gewartet habe,
    ISLAND!

    Ich will gar nicht viel schreiben.
    Du warst da. Ich war da. Island ist einfach Island. Magisch, fast unbeschreiblich …

    ABER, du wolltest es so.
    Island im Mai. Mit all seinen Farben und Facetten.
    Okay okay, vielleicht habe ich leicht reden.
    Wir haben klasse Fotos mit blauem Himmel gemacht. Ich finde deine Bilder von Island klasse. Sie spiegeln das Land einfach gut wieder.
    Und sind wir mal ehrlich Juli: War es dein letzter Island-Trip? Ich glaube doch wohl nicht.
    Man darf auch nie aus den Augen verlieren, dass viele der tollen Insta-Island-Bilder von Leuten gemacht werden, die das Hauptberuflich machen oder auf der Insel wohnen. Die haben nicht nur ein paar begrenzte Tage um DIE FOTOS zu schießen.

    Es war die Reise deines Lebens.
    Du warst mutig, überglücklich und vieles mehr!
    Island mit all deinen Eindrücken ist in deinem Herzen. Das bedeutet soviel mehr!

    • Juli Pott
      kindausmruhrpott
      23. August 2017

      Du Liebe! Du hast mir unter so vielen meiner neuen Posts hier so liebe Kommentare hinterlassen…vielen, vielen Dank dafür! Ach weißte watt?! Ich meld mich lieber per IG bei Dir…hinterher liest Du meine Antwort gar nicht. In einem Kommentar hast Du irgendwas von wegen „sorry wegen des Spams“ geschrieben. Voll kein Spam! Ich bin immer noch total gerührt, dass Du Dir so viel Zeit genommen hast und dann die Geschichte von Deinem Opa…ne, ich hör jetzt auf und meld mich per IG 😀

  • Silberweide
    22. August 2017

    Ich hab mich jeden Tag auf Islandnews by Juli gefreut, ich war noch nie dort, aber meiner Vorstellung nach, sollte es dort genau SO aussehen, voller Magie, einfach schön und ich bin überzeugt, genau dieses Wetter war in dem Moment genau das richtige für dich🌹

    • Juli Pott
      Silberweide
      23. August 2017

      Ach Frau Silberweise <3 Ja, der Wind...der alles weggepustet hat. Das sollte es auf Rezept geben 🙂

  • Frau IdA Aus'm Ruhrpott
    22. August 2017

    Liebe Juli, ich habe mich jeden einzelnen Tag auf deine Island-Stories gefreut. Und auch wenn ich nicht wirklich dort war…. war ich doch „mit dir“ dort durch die vielen schönen Landschaftsbilder die du mir/uns gezeigt hast. Hach 😍
    Mir kam während des Lesens der Gedanke, dass das Wetter (Regen-Sturm-Nebel) dir gezeigt hat, wie es in deinem Herzen aussieht. Und wie stark du in Wirklichkeit bist und dass du alles schaffen kannst! Auch ohne Jägi 😜
    So… ich lese jetzt weiter. Lg Sandra

    • Juli Pott
      Frau IdA Aus’m Ruhrpott
      23. August 2017

      Sandra, als ich das gestern mit dem Wetter und meinem Herzen gelesen hab, hab ich echt ein bisschen Pipi inne Augen gekriegt. So hatte ich es noch gar nicht gesehen, aber Du hast Recht! Danke, dass Du mir diesen Hinweis geschenkt hast <3

  • Christine
    22. August 2017

    Liebe Juli,
    ich fasse mich kurz:
    Wenn ich mir deine „normalen, unbearbeiteten“ Fotos aus Island anschaue und dabei noch deine Island-Playlist höre habe ich Gänsehaut, der Brustkorb schnürt sich zusammen, eine Träne im Augenwinkel und ein Lächeln auf dem Gesicht.
    Die Bilder sind einfach vollkommen und bringen die Gefühle rüber.
    Glückwunsch zu deinem neuen Blog!!

    • Juli Pott
      Christine
      23. August 2017

      Hab vielen Dank für dieses schöne Kompliment! Aber unbearbeitet sind die Fotos ja nu auch nicht, ne?! Nur halt nicht so profimäßig mit Photoshop oder Lightroom 🙂 Danke schön fürs Mitfühlen <3

  • Natalie
    22. August 2017

    So ein schöner, bewegender Text! 💖

  • FINCHENMAGSMEER
    23. August 2017

    Bewegend, berührend, ehrlich, wunderschön und soooo wahr!!! 💖💖💖💖💖💖💖💖💖💖💖💖 Wenn wir Menschen ohne Gefühle wären, dann wären wir Roboter… schreckliche Vorstellung – deshalb wünsche ich mir mehr Menschen wie Dich, die zu ihren Gefühlen stehen und den Mut haben, sie zu zeigen, egal was andere denken!!! Und übrigens: die Fotos, die du hier gepostet hast, sind doch wunderschön!!! Und die wichtigsten Dinge tragen wir sowieso im Herzen und nicht auf Fotopapier!!!

    • Juli Pott
      FINCHENMAGSMEER
      23. August 2017

      Ich hab das niemandem gesagt, aber das hier ist der Blogpost, vor dessen Veröffentlichung ich am meisten Muffensausen hatte. Dein Kommentar fühlt sich an wie ne dicke Umarmung! Danke dafür und ganz viele <3 <3 <3 an Dich zurück! Es ist schön zu lesen, dass es Menschen gibt, die Gefühle nicht als Duselei empfinden!

      • finchenmagsmeer
        Juli Pott
        24. August 2017

        Niemals, Gefühle zeigen finde ich so wichtig und sollte keinesfalls als Schwäche, sondern als Stärke angesehen werden!! Also Leute, seid nicht ängstlich und zeigt eure Gefühle, sie sind doch vorhanden und keineswegs peinlich oder verwerflich!! 💖💖💖 Und Schwäche zeigen ist auch nicht verwerflich, sondern mutig und bewundernswert!

  • Lena
    23. August 2017

    Ich war jeden Tag auf instagram dabei :-). Und ich finde auch nicht, dass du weinerlich warst. Ich war jedes Mal baff, wie du alle Hindernisse überwunden hast. Ich hätte nur noch geheult, wenn meine Brille weg wäre oder plötzlich die Straßen gesperrt wären :-D. Aber du bist immer deinen Weg gegangen! Die Fotos sind wunderschön!

    • Juli Pott
      Lena
      23. August 2017

      Danke schön 🙂 Das sind quasi die Best-of-Fotos. Bessere hab ich nicht 😀 Und meiner Brille weine ich heimlich immer noch hinterher. Das war echt sooo ne schöne Brille 😀
      Ganz liebe Grüße!

  • Nadine
    23. August 2017

    Ich finde Deine Fotos toll. Genau so wie sie sind.
    Ich folge Dir nun schon seit sooooo vielen Jahren, ich würde sogar so weit gehen zu sagen, relativ seit Beginn deines Bloggerlebens (und kommentiere nie. Ich weiß, das ist schon arschig, auch wenn es keine böse Absicht ist). Und ich muss Dir jetzt wirklich mal sagen, dass ich froh bin, dass Du wieder blogst. Das hat mir sehr gefehlt.
    Ich kann so vieles was Du schreibst so gut nachvollziehen. Vor allem die ganze Sache mit der Angst. Ich hab jeden Tag rund um die Uhr vor allem Angst und lebe irgendwie vor mich hin – manchmal schaffe ich es, sie in bestimmten Bereichen zu überwinden, in anderen nicht, so what. Ich setz mich zu vie unter Druck ich arbeite gleichzeitig daran mir die Erlaubnis zu geben einfach zu sein wie ich bin.

    Wenn ich manche Sachen nicht ohne Angst machen kann, mache ich Sie halt mit Angst. So bin ich dieses Jahr alleine nach Madeira geflogen. Und das war kein spektakulärer Roadtrip, ich hab nämlich auch Angst vorm Autofahren. Das war ein im Reisebüro gebuchter Urlaub. So what? Hab mir trotzdem vor Angst bald in die Hose gemacht (ja, ich bin lngst erwachsen. Auf dem Papier). Aber ich habs halt gemacht, und mich überwunden, mit fremden Menschen gesprochen, übers Internet Ausflüge gebucht, mich für Delfine meiner Seeuntauglichkeit gestellt und so weiter und so fort. Und es war ganz großartigst.
    Andere mögen drüber lachen, für mich war es ein großer Schritt. Und ich bin so begeistert von Deinen großen Schritten und hoffe, mir ein Beispiel daran nehmen zu können.
    Was die Tränen angeht, so hab ich auch nicht am Wasser gebaut sondern steh mitten drin. Ja, manchmal ist das lästig, aber im Grunde will ichs gar nicht anders haben. Weil ich finde, wenn ich in Madeira (oder auch in Island, da ging es mir wie Dir, auch wenn ich vor 5 Jahren mit einer Reisegruppe da war – Reisegruppe, auch so ein Endgegner) in dieser unfassbaren Natur stehe und weinen muss vor Gefühlsüberschuss und Wunder, dann ist das etwas Positives. Das kann man Leuten die das nicht so empfinden auch nicht erklären, entweder sie verstehen es, oder eben nicht. Jedenfalls nehme ich für solche Momente aber das Heulen wegen blöder Sachen gerne in Kauf.

    So, äh, das ist jetzt viel länger und wirrer und dämlicher geworden als es sollte, aber nun gut, musste wohl raus…

    Es ist schön, dass Du wieder da bist. Und ich freue mich riesig für Dich, dass Du neue Pfade begehst.

    Alles Liebe!

    • Juli Pott
      Nadine
      23. August 2017

      Liebe Nadine, ich freue mich so sehr über Deinen Kommentar! Danke für Deine Ehrlichkeit <3 Und ich musste so schmunzeln...nicht nah am Wasser gebaut, sondern mitten drin <3 Ich steh neben Dir! Und ich bewundere Dich für die Endgegnernummer mit der Reisegruppe! Das würde ich mich nämlich echt nicht trauen. Hinterher käme ich da mit keinem klar, aber aus der Nummer nicht raus...Horror!
      Es ist so schön, dass Du Deine Schritte gehst. Angst lernt man, Mut aber auch!
      Danke für Deine lieben Worte! #teamimwasser
      Liebe Grüße an Dich
      Juli

  • Lisa
    23. August 2017

    Wenn ich an deine Island-Reise denke (Ist das nicht komisch, dass andere an deinen Urlaub denken? ;)), habe ich vor allem diesen einen Moment im Kopf, wo Fort Knox von Elif spielte und du dich in deine eigene Liebe eingetaucht hast. Da wollte ich dich auch in den Arm nehmen, aber nicht, weil du weinerlich oder schwach wirktest, sondern vor Stolz und Bewunderung und Mitfreude. Nur du weißt, was du alles geschafft hast um an diesem Punkt in deinem Leben angekommen zu sein und auch ohne die Details kann man sich herrlich mit dir freuen. Ich „sehe“ dich und möchte dich unbekannterweise in einen Glückseimer tauchen 🙂 Und Island war doch so ein Eimer, ob mit oder ohne, in deinen Augen, instagramtaugliche Fotos!

    • Juli Pott
      Lisa
      23. August 2017

      Oh ja, Island war ein Glückseimer! Noch viel mehr als ich mir erhofft hatte!
      Danke schön für Deine lieben Worte <3 Ich freu mich irgendwie immer riesig, wenn jemand sagt, dass er in Island "mit dabei" war...es war einfach die ganze Zeit dort so ein schönes Gefühl, dort beim alleine sein gar nicht alleine zu sein. Dafür bin ich immer noch sehr dankbar. Vielen lieben Dank fürs Mitreisen und Mitfreuen...und Deine lieben Worte!

Add Comment

Island. Ach Island!
Kiki-Küche: Radieschensalat