#ichänderwas [01]

Schönen guten Tach! Ich komme direkt zur Sache: Vor ein paar Monaten war ich an einem Punkt, an dem ich nur noch weg wollte. Weg und raus. Aus allem. Ich stand mehr oder weniger täglich auf der A40 ne Stunde oder auch zwei im Stau, hab mit den anderen Autofahrern um jeden Meter und mit mir selbst gegen meine Tränen gekämpft. In diesen Momenten schrie alles in mir nur noch: „Verdammte Scheiße! DAS ist doch nicht mein LEBEN!?“. Tretmühlengefühle vom feinsten gemeinsten.

Mein Leben sah zu der Zeit folgendermaßen aus: Arbeit im Schichtdienst, Stau, doof rumliegen nach der Arbeit (weil müde), essen (weil essen geht immer) und Serien gucken (weil Serien spannender sind als der eigene Alltag). Dann Heiabutzi, ab und an mal tanken und – zack – heiter weiter im Tretmühlenland.

“Alltag ist das, was Du draus machst”, “Du bist Deines eigenen Glückes Schmied”, blablabla…weiß ich alles – und trotzdem war ich an vielen Tagen schon stolz auf mich, es nach der Arbeit noch wenigstens in die balkonische Hängematte geschafft zu haben, anstatt direkt im Bett zu landen. In der Hängematte hat man wenigstens das Gefühl, dass man in Bewegung bleibt, ne?! Ist also quasi Sport.

 

So ging es eine ganze Weile und irgendwann war ich so bedient, dass ich, wenn ich nach Feierabend im Stau stand, vor Wut und Frust tatsächlich Rotz und Wasser geheult habe. Einfach nur WEIL ich im Stau stand. Tiger im Käfig und so. Innerlich hat der Drama-Tiger in mir hochdramatisch “Das kann doch nicht alles sein!” gebrüllt, während ich am liebsten ins Lenkrad gebissen hätte. Teilweise hab ich mich sogar gefragt, warum ich überhaupt Feierabend machen soll, wenn eh nur der Stau und eine Serie, die ich sogar schon mal KOMPLETT gesehen habe, auf mich warten? Ja, ich hatte das Serien-Internet schon SO leer geguckt, dass ich wieder von vorne anfing. Irgendwann war da jedenfalls nur noch dieser eine Gedanke:

Ich verschwende Zeit. Ich verschwende mein Leben. Ich verschwende mich.

Es folgte angemessenes Selbstmitleid. Kann ich super. Bringt nur nix. Und bald war ich nur noch sauer. Alberner Weise auf Instagram! Kennt Ihr diesen Spruch…so sinngemäß: “Disney hat mir eine falsche Vorstellung von Liebe eingetrichtert”? Disney und die Liebe sind mir momentan total egal, aber Instagram hat mich für eine Weile völlig fertig gemacht! Nicht etwa wegen irgendwelcher etwaig hübscher Selfie-Elfen, schöner Traumwohnungen oder funkelnder Handtäschchen, sondern wegen der Profi-Reisefotografen, die “einfach nur” herumreisen, die tollsten Orte sehen und in Bullis mit Lichterketten und bunten Wimpelketten schlafen.

Vanlife-Bilder freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom tollen Bulliglückskind @Juliaslieblinge (Instagram). Danke!

Die Wimpelketten wehen leicht im Wind, während man in irgendeinem einsamen Gebirgssee badet, um danach seinen Kaffee oder so aus einer hübschen Wanderlust-Emailletasse zu süppeln. Mit der Sonne im Nacken und – in ganz dreisten Fällen – mit Hund, Katze oder Partner neben sich auf der wunderschönen Ethno-Decke. Und wenn sie sich mal was gönnen wollen, diese glücklichen Wanderlust-Menschen, dann mieten sie sich für 1-2-3 Nächte ein Baumhaus.

Währenddessen stehe ICH im Stau. Und wenn ICH mir mal was gönnen will, kaufe ich mir ne Tüte Pistazien.

Fand ich alles sehr suboptimal. Also hab ich mir irgendwann sehr folgerichtig gedacht: “Ha! Ich muss mein Leben ändern!”. Ich will das auch…das mit den Baumhäusern und Gebirgsseen und Wimpelketten.

Vanlife-Bilder freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom tollen Bulliglückskind @Juliaslieblinge (Instagram). Danke!

Das ist schließlich kein Zeichentrickfilm, ne?! Das ist ja das reale Leben von realen Leuten. Man KANN also so leben. Man MUSS NICHT jeden Tag wie doof im Stau stehen. Ich änder das einfach! Ha! HA!

Tja. Dann hab ich leider gemerkt, dass ich gar nicht wirklich weiß wie ich das ändern soll. So Fotografen sind ja Fotografen. Ich bin kein Fotograf. Ich kann mit meiner Spiegelreflexkamera noch nicht mal anständig im manuellen Modus fotografieren oder Photoshop bedienen. Ich könnte höchstens Wimpelketten aufhängen und in Gebirgsseen springen. Aber dafür bezahlt einen ja keiner. (So ne Scheiße, warum eigentlich nicht?)

Also hab ich weiter den Drama-Tiger im Staukäfig gespielt und war maximal beleidigt. Nicht mal mein Leben kann ich ändern! PHÖ!

Aber weil Jammern ja nix bringt, wollte ich schlau sein. Ein Plan musste her. Entscheidungen mussten gefällt werden! Es folgt ein innerer Monolog:


Wenn Du ortsunabhängig leben, arbeiten und rumreisen willst, dann brauchst Du einen Camper.
Äh, ich habe gar kein Geld für einen Camper?!
Du könntest vielleicht mit Sponsoren zusammenarbeiten.
Neneneee. Das soll doch keine Kommerzveranstaltung werden!
– 
Okay, dann könntest Du all Dein Hab und Gut verkaufen.
Hä? Alles verkaufen? Meine neue, grüne Sofagarnitur? Ich bin doch nicht bescheuert! Nach der habe ich 15 Jahre gesucht!
Und was ist mit eigentlich den Katzen?!
ICH GEB DOCH NICHT DIE KATZEN AB!
Ach so. Die wohnen dann mit Dir in dem Camper, den Du nicht hast?
Maaaaaah!
Und als was arbeitest Du dann überhaupt on the Road?!
Ähhhhh…joa. Ich könnte irgendwo bei der Ernte helfen?!
Aha. Und davon finanzierst Du dann Dein Leben, das ganze Benzin und Deine Wohnung? Nene, die Wohnung kannst Du dann nicht halten.
Ich soll meine Wohnung abgeben? Hallo?! Das ist meine BURG! Was ist denn, wenn ich scheitere? Dann komme ich zurück und hab keine Wohnung mehr?!
Und was ist mit Deinen Freunden? Brauchst Du die denn gar nicht in Deinem Alltag? Reicht Dir da gelegentlicher WhatsApp-Kontakt?!
HEUUUUUL.

Lief also super…das mit dem Plan und den Entscheidungen. Jetzt war ich nicht nur frustriert über meine verschwendete Zeit, sondern auch noch über meine eigene Entscheidungsunfähigkeit. Also schön back to Tiger-im-Stau-Modus und ekelhaftem Instagram-Neid. Natürlich habe ich versucht, mich irgendwie zu arrangieren…mit meinem Alltag, mit dem Stillstandgefühl, mit – jetzt sach ich et einfach – meiner inneren Leere. Ich habe versucht, mir einzureden, dass das nur eine Phase ist. Dass ein “normales” Leben vollkommen okay ist…schließlich leben sehr, sehr, sehhhhr viele Menschen ein normales Leben ohne Wimpelkettenbullis. Wenn die Mehrheit das kann, werde ich das ja wohl auch können!
 –
Dieser Versuch bekam allerdings sehr schnell den Beigeschmack eines schnöden Kompromisses. Und wenn man jeden Tag 1-2 Stunden im Stau steht, hat man sehr viel Zeit, um sich “FUCK! Mein Leben ist ein Kompromiss!” immer und immer wieder auf der Zunge zergehen zu lassen. Schmeckt – Verzeihung – beschissen. Aber dann bin ich irgendwo über einen Satz gestolpert, der mir tatsächlich geholfen hat:

Wenn Du nicht in der Lage bist, eine Entscheidung zu treffen, dann hast Du wahrscheinlich noch nicht genug Wissen angesammelt.

Dieser Satz hat sich angefühlt, als würde mir einer nen Backstein vor die Stirn knallen. Stillstand fängt nicht im Stau, sondern im Kopf an! Vielleicht ist mein Leben gar nicht langweilig, sondern meine Birne langweilt sich einfach im wahrsten Sinne des Wortes um den eigenen Verstand! Ich brauchte also neuen Input, um nicht immer nur im Kreis zu denken. Wenn man nicht mehr im Kreis, sondern in andere Richtungen denkt, ergeben sich neue Sichtweisen und daraus entstehen – voll logisch – neue Möglichkeiten.

DAS war der Punkt, an dem es KLICK gemacht hat.

Ich habe mich online auf die Suche nach Menschen begeben, die ihr Leben geändert haben. Und als ich im eBook von Conni Biesalski las, dass und wie sehr sie früher z.B. ihren alten Arbeitsweg gehasst und als schmerzende Zeitverschwendung betrachtet hat, hab ich gleichzeitig lachen und heulen müssen. Einfach weil es gut tat, zu lesen, dass es jemand Anderem mal genauso ging. Dann fühlt man sich nämlich gleich ein bisschen weniger bekloppt.

Conni HAT ihr Leben geändert. Mit viel Arbeit, einem guten Plan und vor allem mit eisernem Willen. Und ich werde in den nächsten Monaten einfach mal herausfinden, wie viel eiserner Wille in mir steckt und zu wie viel Arbeit ich tatsächlich bereit bin, um mir ein Leben aufzubauen, das sich für mich einfach richtiger anfühlt. Ich glaube ganz fest an “Ich kann, weil ich will” und ich bin gespannt wie weit ich mich selbst bringen kann, wie sehr ich mich von mir selbst herausfordern lasse und wie sehr ich bereit bin, zu kämpfen…für meine Idee vom “Glück”.

Vielleicht weiß ich noch nicht mal ganz genau was dahinter stecken soll oder wie mein neues Superleben auszusehen hat, aber eins weiß ich: Es muss anders werden, damit es gut wird.


Das da oben habe ich vor mehr als einem Monat geschrieben. Seit diesem Tag habe ich keine einzige Serie mehr geguckt. Stattdessen beschäftige ich mich intensiv mit dem Thema „Persönlichkeitsentwicklung“ (klingt komisch, ist aber gar nicht komisch!), sammle Wissen und habe begonnen, festgefahrene Sichtweisen und unliebsame Gewohnheiten zu verändern, um mir erst mal eine bedachtere und gesündere Ausgangsbasis zu schaffen. Wie das in der Praxis aussieht, wo oder wie ich den Pack-an gefunden habe und was mir auf meinem neuen Weg hilft, erzähle ich demnächst mal. Dauert ja eh noch ein Weilchen. Sowas ist schließlich ein Prozess und ich freue mich riesig, dass ich schon mittendrin stecke! Ich kann, weil ich will. Und verdammte Scheiße, ICH WILL! #ichänderwas, denn ich werde NICHT die nächsten 20-30-40 Jahre so unzufrieden mit meinem Leben und mir sein wie in letzter Zeit. Das tue ich mir selbst nicht an.

Merke: Du musst nicht unbedingt Deinen Aufenthaltsort ändern.
Änder erst mal Deine Einstellung!

 

  • Julius
    22. August 2017

    Was für ein toller Text. Wie du weißt, sehe ich viele Dinge ähnlich und kann deine Gedanken gut nachvollziehen. Ich wünsche dir viel Kraft und Ausdauer, denn Mut hast du ja schon 😉
    ❤️

    • Juli Pott
      Julius
      23. August 2017

      Ich freu mich immer noch sehr, dass der allererste Kommentar auf meinem neuen Blog von Dir kam. Danke dafür <3

  • COCO AKA FERDINAND_FURZ
    22. August 2017

    Juli, ich sitze hier im Zug zur Arbeit und habe Gänsehaut. So erging es mir nach meiner Ausbildung, als ich danach in meinem Betrieb gearbeitet habe. Doch nochmal studieren, dann bin ich halt mit Ende 20 erst fertig – dafür mach ich etwas was mir bis dato Spaß macht und genieße derweil das Studentenleben. Und das heißt nicht Party machen und Suff, sondern Reisen, Leben genießen, Ehrenamt und Dinge die mich erfüllen und weiterbringen. Solche Dinge können einem nicht mehr genommen werden.
    Und trotzdem hoffe ich, dass ich nach meinem Studium einen Job bekomme den ich liebe oder den Mumm habe mir etwas aufzubauen.
    In meiner Sicht, bist du eine Inspiration und hast verdammt nochmal Arsch in der Hose 👌🏼

    • Juli Pott
      COCO AKA FERDINAND_FURZ
      23. August 2017

      Ach Frau Furz, ich online-mag Dich irgendwie echt gern und ich wünsche Dir ganz viel Mumm und viele wunderbare Reisen und Momente, die Dich erfüllen <3

  • Kindausmruhrpott
    22. August 2017

    Dein Monolog. herrlich. Ich liebe deine Art zu schreiben.
    Und von deinem #ichänderwas möchte ich gerne versuchen mir was abzuschauen!

    • Juli Pott
      Kindausmruhrpott
      23. August 2017

      Wir beide sollten vor allem mal ändern, dass ich noch nicht mal Deinen Vornamen kenne 😀 <3
      Danke schön für das dicke Kompliment!

  • Antje
    22. August 2017

    Ach toll!! Ich mag Deine Art-ich stecke zwar nicht in einem so krassem Dilemma aber habe auch durch neue Wege und Mut etwas gewagt! Mein Mann in Spee ist vom Grundgedanken genau in Deinem „InstaFrust“ und was er dagegen jetzt macht ist: Japanischkurs an der Volkshochschule!
    Ich bin gespannt wie Deine Entwicklung vorranschreitet!
    Viel Erfolg, Glück und ganz viel Mut!
    LG, Antje

    • Juli Pott
      Antje
      23. August 2017

      Jetzt überlege ich echt was Dein Mann auf IG anschmachtet, dass ihm ein Japanisch-Kurs hilft 😀
      Danke für Deine lieben Worte und herzliche Grüße!

  • Hannah
    22. August 2017

    Liebe Juli.
    Ich mache mich heute Abend mit meinem „LichterkettenBulli“ auf den Weg nach Norwegen. Bei Instagram wird es natürlich nach klassischem „vanlifestyle“ aussehen & alle werden denken: boah wie toll! Aber auch für mich wird das eine besondere fahrt. Meine kleine Schwester wird mich begleiten, aber irgendwie wird es trotzdem ein erster großer alleiniger Trip sein. Denn ich werde mit Sicherheit irgendwie die Erwachsenen Rolle an mich nehmen und meine Schwester beruhigen müssen dass alles klappt. Dass ich aber selber größten Respekt und vielleicht auch ein wenig Angst davor habe, mit meinem eigenen Auto so weit zu fahren, und das auch noch mit super schlechten Englischkenntnisssn, das weiß sie nicht. Ich muss also die starke bleiben. Vielleicht bleibt Bulliver liegen? Oder wir bauen einen Unfall? Dann ist all das gesparte Geld mit einem Mal umsonst gewesen. Hoffen wir einfach das Beste, und dass alles reibungslos klappt.

    Auf meiner Reise habe ich mir vorgenommen dir zu schreiben, das mache ich auch! Und ich freue mich drauf 🙂

    Sehnsuchtsgrüße in den Pott ✋🏼
    Hannah (hnnhclr)

    • Juli Pott
      Hannah
      23. August 2017

      Hannah, ich hab mich so über Deine Worte gefreut! Danke für Deine Ehrlichkeit <3 Weißte was mir sofort in den Sinn kam?! Ich hoffe, es ist okay, wenn ich das sage, aber sag Deiner Schwester doch einfach, dass Du selbst etwas Bammel hast. Angst haben und trotzdem machen...das ist doch voll das schöne Vorbild <3
      Ich wünsche Euch eine wunderwunderschöne Vanzeit mit Bulliver - ohne Unfälle oder andere Katastrophen! Und ich freu mich darauf, Euch per IG ein wenig begleiten zu können! Und wenn Du mir echt on the Road schreiben willst...aus Norwegen...freu ich mir 'n Ast <3

      Ich sende Euch ganz, ganz liebe Pottgrüße in den Norden und hoffe, Ihr habt die ersten 24h schon richtig gut hinter Euch gebracht!

  • Ruth
    22. August 2017

    Liebe Juli,
    manchmal reichen die Veränderung des eigenen Fokus und kleinere Änderungen, neue Gewohnheiten, etc. aus, um wieder zufrieden zu sein. Nicht in jeder Situation kann man sein Leben so radikal verändern wie die angesprochene Conni Biesalski – selbst wenn man den Mut dazu hat. Ich habe seit dem Lesen des Artikels die ganze Zeit Janis Joplins „Freedom’s just another word for nothing left to loose“ im Ohr. Warum wohl :-)?
    Das soll Dich und auch niemanden sonst in der Lebensveränderung bremsen, sondern einfach einen Aspekt des Lebens in die Diskussion einführen.
    Alles Gute Dir auf Deinem neuen Weg. Ist ein klasse Blog geworden!
    Liebe Grüße
    Ruth

    • Juli Pott
      Ruth
      23. August 2017

      Liebe Ruth, Du hast natürlich Recht, dass auch kleine Änderungen schon viel ausrichten können. Und gerade die Sache mit dem Fokus realisiere ich auch mehr und mehr 🙂 Aber in mir steckt einfach ein kleiner Radikalo 😀
      Danke für das liebe Blogkompliment und viele liebe Grüße zurück 🙂

  • Juliane
    22. August 2017

    Ich stöber gerade durch deinen Blog, bin sprachlos (im guten Sinn!) über deine Texte, deine Bilder, dich als Person und ärgere mich, dass ich dich nicht vor Island schon entdeckt habe. Da hab ich wohl jetzt ganz viel nachzuholen, ganz viel nachzulesen (danke für das Archis des alten Blogs) und hoffe, dass ein bisschen was von deiner positiven, ansteckenden Art zu mir herüberschwappt. Juli, du bist der Wahnsinn.

    • Juli Pott
      Juliane
      23. August 2017

      Noch eine Juliane! Hallo Namensvetterin 🙂
      Hab vielen lieben Dank für Deine herzlichen Zeilen <3 Jetzt tipp ich und lösch ich und tippe und lösche....so ein fettes Kompliment überfordert mich 😀 DANKE!

  • Frau Mondlicht
    22. August 2017

    Oh Juli, wie wunderbar! Ich mag gar nicht aufhören zu lesen.
    Auch wenn ich die letzten Tage in der Bretagne genieße, freue ich mich doch, dass unser Lutz (VW Transporter, zum Ausbau bereit) Zuhause auf uns wartet und es bald richtig losgehen kann. Und dann 2018 der erste Road Trip…

    Danke für all die Zeit die Du in diesen Blog steckst um uns alle teilhaben zu lassen! Du machst uns so viel Freude!
    Liebe Grüße, Judith

    • Juli Pott
      Frau Mondlicht
      23. August 2017

      Meine liebe Judith, ich finde das so lieb, dass Du Dir in der Bretagne die Zeit genommen hast, hier vorbei zu schauen <3 DANKE! Ich freu mich schon so darauf, Lutz und Dich ganz bald mal in echt kennen lernen zu können!

  • Ruth
    22. August 2017

    Nachtrag: Mir ist erst jetzt der letzte (sogar unterstrichene) Satz des Artikels aufgefallen :-). Das geht ja in Richtung meines Kommentars… 🙂

  • Lena
    22. August 2017

    Liebe Juli, danke für diesen tollen Text. So ähnlich fühle ich mich auch die letzten Jahre. Ich werde auch versuchen, etwas an meiner Einstellung zu ändern. Denn jeden Tage der selbe Trott, macht einfach kaputt. Ich freue mich auf deinen neuen Content. Liebe Grüße.

    • Juli Pott
      Lena
      23. August 2017

      Yeah! Willkommen im Anti-Trott-Land und liebe Grüße zurück 🙂

  • miss_klickerklaCker
    22. August 2017

    Du bist wirklich ein besonderer Mensch. ♥️
    Danke, dass du mich an deinen Gedanken teil haben lässt.
    Ich lese, denke nach und ziehe aus deinen Zeilen sehr viel für mich raus.
    Liebe Grüße aus Niedersachsen.

    • Juli Pott
      miss_klickerklaCker
      23. August 2017

      Danke schön für Deine lieben Worte <3 Ich freu mich, wenn Du ein bisschen für Dich mitnehmen kannst und magst. Du hast übrigens voll den guten Namen 🙂
      Herzliche Grüße ausm Pott!

  • Dana | Hello Danane
    22. August 2017

    Ich fühle dich! Klingt das doof? Egal, ich kann deine Gedanken auf jeden Fall sehr gut nachvollziehen. Ich steckte 3 Jahre in einer Festanstellung und ich habe sie nach 1,5 Jahren gehasst. Doch ich habe nochmal 1,5 Jahre gebraucht um dort rauszukommen. Warum so lange? Weil ich mich selbst im Kreis gedreht habe. Ich war einfach nur unzufrieden. Bis ich gemerkt habe das ich mich mal fragen sollte wer ich eigentlich bin und was ich will. Ich habe dann, als ich heulend vor dem Bildschirm im Büro saß im Internet nach „wie komme ich hier am schnellsten raus“ gegooglet. Ja, genau nach dem Satz. Ich bin dann bei einem Lifecoach gelandet. Nach dem Termin habe ich einen Tag später meine Kündigung eingereicht.
    Was ich damit sagen will: Eigentlich nur dass du auf einem verdammt richtigen Weg bist und du und was dich ausmacht nicht in einer Festanstellung versauern darf. Wir brauchen mehr Menschen die dass Leben in die Hand nehmen! <3 <3 <3

    TSCHAKA!!!

    • Nakanischu
      Dana | Hello Danane
      22. August 2017

      Danke! Je mehr ich von dir lese, umso bewußter wird mir, dass ich auch etwas ändern möchte. Ich kann es noch nicht so richtig packen, aber ich setze mich damit jeden Tag auseinander….Zumindest ein Anfang…….

    • Juli Pott
      Dana | Hello Danane
      23. August 2017

      Liebe Dana, ich erinnere mich echt noch genau daran, als Du damals gepostet hattest, dass Du gekündigt hast! Danke, dass Du mich jetzt ein wenig an der Vorgeschichte oder dem Auslöser hast teilhaben lassen. Ich finde es HAMMER, dass Du den Mut hattest…vom einen Tag auf den anderen. Vielleicht würden manche Leute sagen: VERRÜCKT! Aber was ist passiert? Was Schlimmes? Nein! Du tourst mit Hans-Ulrich durch die Welt, bist gerade in Estland und lebst Deinen (und meinen) Traum! Ich freu mich echt sehr für Dich <3

  • Lina
    22. August 2017

    Danke für deine Inspirationen und dass du uns hier ein wenig teilhaben lässt! Ich bewundere wirklich wie hartnäckig, klug und ausdauernd du bist, um die beste Version deiner selbst zu werden. Für deinen Weg wünsche ich dir das Allerbeste!

    • Juli Pott
      Lina
      23. August 2017

      Najaaaaa, erst mal abwarten, ne?! Lob mich nicht zu früh 😀 Ich hab ja grad erst angefangen und wenn ich ehrlich bin hab ich in den letzten Tagen abends zum Einschlafen wieder ne Serie geguckt 😀 Kleiner Rückfall 😉 Deshalb: wie ne Rakete starte ich grad nicht unbedingt durch. Heute bin ich eher so der Wischmob, der schlappi an der Wand lehnt 😀

  • Nakanischu
    22. August 2017

    Danke! Je mehr ich von dir lese, umso bewußter wird mir, dass ich auch etwas ändern möchte. Ich kann es noch nicht so richtig packen, aber ich setze mich damit jeden Tag auseinander….Zumindest ein Anfang…….

    • Juli Pott
      Nakanischu
      23. August 2017

      So fing das bei mir auch an. Der Kopf rattert…erst leise, dann lauter. So fängt alles an 🙂

  • Bea
    22. August 2017

    Juli mir geht es einfach ganz genau so. Wirklich. Und meiner Schwester auch. Wir beide sind frustriert wie sehr einen das Arbeit-Haushalt-kochen-schlafen-Hamsterrad gefangen halten kann. Und man hätte so viele Dinge die man lieber täte. Aber dann ist da eben das liebe Geld ohne dass es nicht geht 😥 aber auch wir werden da irgendwann raus finden und hoffentlich zufrieden sein mit dem was wir tun. (Ich hätte so gerne eine Hunde-Ganztagsbetreuung 💕)

    Ich bin gespannt was du uns noch so berichten wirst 🙂

    • Juli Pott
      Bea
      23. August 2017

      Mit ner Hundeganztagsbetreuung kann man doch ganz bestimmt Geld verdienen! Jetzt mal im Ernst! Das könnte doch klappen! Und das könnte man ja auch erst mal als Nebengewerbe aufziehen…erst nur am WE oder in den Abendstunden?! Ich wünsche Dir und Deiner Schwester (und mir), dass es einen Weg aus dem Hamsterrad gibt…und wenn es erst mal nur der Weg aus dem Hamsterrad im Kopf ist!

    • Susanne
      Bea
      24. August 2017

      Nur kurz zum Thema Hundebetreuung, liebe Bea – hier in Hamburg kann man damit eine ganze Stange Geld verdienen (ich habe meinen Hund manchmal in einer solchen Betreuung)… Die Nachfrage ist riesig, und deine Kunden werden dir sehr dankbar sein, sicher nicht nur hier – trau dich!

  • San
    22. August 2017

    Ein weiser Spruch, der mir immer hilft: man lebt nicht um zu arbeiten, man arbeitet um zu leben.

    Auch wenn mir mein Job Spaß macht, so muss der Job, der das Geld reinbringt um das Leben zu finanzieren, nicht die Erfüllung schlechthin sein. Heutzutage wird einem ja sugeriert, dass man sein Hobby zum Beruf machen und sich in seinem Job selbst verwirklichen muss.
    Seien wir mal ehrlich: das Glück haben die allerwenigsten (und die ,die ihr Hobby zum Beruf machen, betrachten es irgendwann sicher gar nicht mehr als ihr Hobby!).

    Ich weiss, du hast gar nichts davon geschrieben, dass du deinen Beruf nicht magst, aber du hast was von Hamsterrad geschrieben und dem gleichtönigen Alltag (inklusiv Stau!) und genau da muss man ansetzen… du glaubst das vielleicht nicht, aber wenn man deine Instagram Bilder und Stories anguckt, hat man eigentlich nicht das Gefühl, dass du in einem Hamsterrad steckst, sondern dass du eigentlich ein Mensch bist der seine freie Zeit optimal nutzt und mit sinnvollem und wertvollen Momenten füllst… (ha, hättest du gar nicht gedacht, was? Und hinter die Scheibe der Wimpelbullifahrer kannst du nämlich auch nicht gucken! ;))

    Die Veränderung fängt definitiv im Kopf an!

    • Juli Pott
      San
      23. August 2017

      Liebe San, doch, ehrlich gesagt ist mir klar, dass ich auf IG nicht so rüberkomme, aber ich poste ja auch keine Fotos von mir wie ich matschig im Bett oder aufm Sofa liege und nix tue. Wie immer im Internet und vor allem auf Fotos: Das sind immer nur Facetten 🙂
      Mir macht einfach der Schichtdienst echt zu schaffen. Die Arbeit mit Jugendlichen an sich mag ich sehr, sehr gerne!
      Und natürlich haben auch wie Wimpelbullifahrer einen Alltag, Sorgen und Nöte…aber meistens gucken sie dabei auf einen See oder aufs Meer 😀

  • Janine
    22. August 2017

    Liebe Juli….wow einfach nur wow. Ganz toll geschrieben und ich finde mich so so sehr wieder. Ich stecke momentan auch in so einem Dilemma. Leider hat das schon gesundheitlich zugeschlagen und ich möchte auch einiges ändern. Sichtweisen, alte Muster etc.
    Das ist wirklich ein langer Prozess und ich freue mich mehr darüber zu lesen. Gaaaaaanz toller Blog. Ach und ich freue mich jedes Mal wenn es neue „Storys“ gibt und du ins mitnimmst. Danke dafür. 🙂 Ganz liebe Grüße Janine

    • Juli Pott
      Janine
      23. August 2017

      Liebe Janine, es tut mir leid, dass Dir das Dilemma schon auf die Gesundheit schlägt. Ich frag mich auch oft, ob das mit meinem Nacken-Aua eher die eigene Unzufriedenheit ist, die mir im Nacken sitzt. Ich wünsche Dir einen schönen Weg raus aus den alten Mustern hin zu neuen Sichtweisen…und sei Dir sicher, wenn Du auf dem Weg strauchelst und kämpfst…mir geht es genauso <3

  • Carolin
    23. August 2017

    Liebe Juli,

    Dein Merksatz, den find ich am Besten! Denn ich kann Dir eins sagen: Deine unveränderte Einstellung reist immer mit. Ich spreche aus Erfahrung. Seit anderthalb Jahren sind mein Mann und ich genau auf diesem Weg – uns immer mehr an das anzunähern, was in uns als roten Faden gelegt ist und dann danach zu leben. Das ist Arbeit und auch nicht immer leicht, aber es lohnt sich. Und zwar nicht wegen irgendwelcher Wimpelketten (obwohl ich Dich diesbezüglich sehr gut verstehe, solche visuellen Trigger funktionieren bei mir auch 1a! Bilder mit Stränden und Surfbrettern beispielsweise :-p), denn die kannst Du unabhängig von Deiner inneren Einstellung aufhängen. Weißt Du, ein normales Leben ist das, was Du als Norm empfindest. Und eine Norm ist per se nichts Schlechtes, sondern definiert sich durch die ihr zugrunde gelegten Werte. Und die kannst Du aufstellen, wählen und leben!

    Ich wünsch Dir das Allerbeste, weil es das ist, was wir von unserem Leben erwarten sollten. Und klar, ich verfolge Deinen Blog hier sehr gespannt! Dieses Internet braucht Menschen, die schreiben können. 😉

    Carolin

    • Juli Pott
      Carolin
      23. August 2017

      „Weißt Du, ein normales Leben ist das, was Du als Norm empfindest. Und eine Norm ist per se nichts Schlechtes, sondern definiert sich durch die ihr zugrunde gelegten Werte. Und die kannst Du aufstellen, wählen und leben!“ – über den Satz denke ich echt seit gestern nach. Danke dafür <3

  • Lisa
    23. August 2017

    Ach, so vieles davon könnte ich unterschreiben. Ich brauche nicht nur neuen Input, ich will vor allem Output. Ich will irgendwas bewirken, etwas bauen, „erschaffen“, … Ich liebe meinen Job und kann mir im Moment nicht vorstellen ihn aufzugeben, aber auf der anderen Seite schreit alles in mir, dass ich raus in die Welt will. Ich habe also nicht so sehr Angst vor Veränderung, als viel mehr große Verwirrung im Kopf 😉
    Ich bin gespannt, was du erzählst, wie du Kleinigkeiten und Sichtweisen im Alltag veränderst und nehme mir fest vor, meinen Gedanken wieder mehr Raum zu lassen statt den Raum vom Hamsterrad füllen zu lassen. Schön, dass es „dich“ hier wieder gibt und wir dich lesen können!

    • Juli Pott
      Lisa
      24. August 2017

      Liebe Lisa, ich weiß genau was Du meinst! In letzter Zeit würde ich am liebsten all diejenigen, die sagen, dass sie etwas bewirken, bauen und erschaffen wollen, zusammen mit mir in einen Sack stecken, gut durchschütteln und gucken was da dann Tolles bei raus kommt 😀
      Und oh jaaaaa…Verwirrung…hier auch!

      Danke für Deine lieben Worte ❤️

  • PEtra
    24. August 2017

    Auch Tach 🙂
    Ich bin eigentlich nicht so der Blog-Leser-Typ, aber ich hoffe sehr, dass ich bei dir wirklich regelmäßiger am Ball bleiben kann. Gelegentlich reinschauen tu ich schon lange. Meist hält mich aber das klassische Hamsterrad und die oft damit einhergehende (geistige) Erschöpfung davon ab, solchen Dingen wie Blogs wirklich konstant zu folgen. Serienberieselung nach Feierabend zum Abtauchen in eine entspanntere Scheinwelt kenn ich nur zu gut. Ich hänge allerdings noch sehr fest im Esmusssichwasändern und klebe arg an einer vielleicht ja nur vermeintlichen Sicherheit. Vielleicht steckt in deinen Berichten der eine oder andere benötigte Tritt in den Allerwertesten, um etwas näher zum Ichänderwas zu kommen. „Wenn du nicht in der Lage bist, eine Entscheidung zu treffen, hast du vielleicht noch nicht genug Wissen angesammelt“ lässt mich zumindest schonmal die schmerzende Pobacke reiben. An dem Punkt sollte ich vielleicht ansetzen. Danke dafür!
    Ich wünsch dir viel Glück 🍀 auf deinem mutigen neuen Weg und bin gespannt, wo es lang gehen wird.
    LG aus BO

  • Kathy
    24. August 2017

    Hallo liebe Juli.
    Deine Texte sind einfach so wunderbar zu lesen. Man kann richtig fühlen, was du schreibst.

    Ich wünsche dir von Herzen, dass deine Wünsche und Träume in die Realität wandern und du für dich ein wunderbares Leben hast.
    Ich freue mich, als stille Leserin, auf deinem Weg, teilnehmen zu können.

    Viel Wärme und gute Gefühle aus der Nachbarstadt Hattingen. 🙂

  • Alexa
    26. August 2017

    Liebe Juli,

    ich fühle mit dir. Ich spüre mit dir!
    Hört sich komisch an, hm ist aber so!

    Deine Gefühle teile ich.
    Manchmal bin ich so rastlos und frage mich ob das alles ist!
    Ist das alles oder passiert da noch was?
    Ich meine wir sind scheinbar alle dankbar für unser Leben… aber ein klein wenig Abenteuerlust steckt doch in jedem, oder?!

    Deine Themen sprechen mich an und scheinbar bin ich nicht die einzige Frau auf der Welt die sich im Kreis dreht, die während der Fahrt laut ( hinter geschlossenen Fenstern) flucht und dann aber die Welt retten möchte!!!!

    Danke fürs nicht allein fühlen!!! 🍀

    Danke für deine Gedanken.

  • Lena
    28. August 2017

    Liebe Juli,

    normalerweise bin ich eine sehr stille Leserin. Aber ich hinterlasse jetzt doch mal einen Kommentar, damit du weißt, dass ich – und scheinbar viele andere Menschen auch – es wirklich großartig finden, wie du dich entwickelst.

    Cool und lustig warst du ja schon immer, aber dein neuer Content geht so viel tiefer und gerade so ehrliche Themen wie Persönlichkeitsentwicklung kommen in diesem Internet oft viel zu kurz.

    Ich finde es klasse, dass du hier offen ansprichst, wie es dir geht bzw. ging und ich bin mir sicher, dass es vielen Menschen gut tut zu wissen, dass sie nicht alleine sind. Alleine damit, unzufrieden zu sein. Mit dem eigenen Leben. Das zuzugeben fällt bestimmt nicht leicht, dabei geht es vermutlich jeden einmal so – früher oder später. Mutig ist, sich das einzugestehen und mutig ist es, etwas zu ändern. Ob es nur eine belanglose Kleinigkeit ist oder ein Riesenschritt.
    Veränderungen erfordern Mut.

    Lange Rede, kurzer Sinn:
    Ich freue mich riesig, dass du wieder eine Plattform zum Schreiben gefunden hast und ich bin gespannt, auf deine neuen Inhalte.

    Danke, dass du so mutig bist und uns an deinen wertvollen Gedanken teilhaben lässt.

    Ich wünsche dir nur das Beste! ♥

    Liebe Grüße aus Oberhausen. 🙂

  • Chipotlepunk
    31. August 2017

    Liebe Juli, ich folge dir schon eine Weile auf Instagram, dadurch bin ich auch auf diesen Blog gestoßen. Mir geht es ähnlich wie dir, da sind viel Frust, Wut, Angst und Traurigkeit – alles in Allem könnte man sagen, „Wegen Überfüllung geschlossen“. Mein Hirn so. Ich für mich habe es angepackt, genau wie du schreibst. Ich möchte etwas ändern. Schnell! Jetzt! Bitte! Was genau ich tun kann, um MICH effektiv zu ändern, habe ich noch nicht so wirklich rausgefunden. Aber ich habe verschiedene Dinge begonnen, Sachen geändert, einfach mal versucht. Zack, bumm. Wohin mich das alles führen wird? – Keine Ahnung. Ein Ziel habe ich schon. Aber ob das realistisch ist? Wir werden sehen. Und ändern. Bis es passt. Irgendwann. Es bleibt spannend. Ich lese dich.

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Mentale Klischeerentner, oder was?
Eine Willkommensrede