#insposhit: Instagram

Liebe Leute, ich hab für meinen neuen Blog eine fette Dosis #insposhit (Inspirationsdingsbums) versprochen und starte diese Reihe heute mit dem Thema, das mir wahrscheinlich mit Blick auf unsere Onlinewelt am meisten am Herzen liegt: Echt-sein, Offenheit und Ehrlichkeit! Und nein, ich meine nicht unbedingt Authentizität, welche in meinen Augen immer mehr zu einem Modewort zu verkommen scheint und in letzter Zeit mit aller Gewalt durch sämtliche Social-Media-Döfer getrieben wird.

An Authentizität ist nix verkehrt, ganz im Gegenteil, aber ich kann auch authentisch und dennoch so verschlossen sein, dass ich mit dem, was mir am meisten auf dem Herzen liegt, hinterm Berg halte.

Viele Menschen haben zunehmend das Bedürfnis, ihre persönlichen Gedanken im Internet zu schützen. Das kann ich gut verstehen und auch ich habe solch eine Mauer in diesem Jahr schon mal eine kleine Weile dringend gebraucht. Aber. ABER:

Ich glaube, dass wir im Internet ganz, ganz dringend Menschen brauchen, die mutig genug sind, um genau von dem zu sprechen, was viele Andere niemals preisgeben würden. Denn DAS sind die Menschen, die in der Onlinewelt eine riesige Menge in Punkto Menschlichkeit bewegen. Diese Menschen berühren, klären auf und schaffen es, dass vor allem eins deutlich wird: Wir alle schleppen unsere Päckchen durch die Gegend. Wir alle haben mit irgendwas in Kopf und/oder Herz zu kämpfen. Wir alle haben ein echtes Leben mit echten Problemen, Sorgen und Nöten. Wir alle fühlen uns manchmal überfordert oder auch beschissen, wissen von Zeit zu Zeit weder ein noch aus, finden uns manchmal hässlich, unfähig oder einfach nur blöd, ersticken ab und an an Frust, Trauer oder Angst, auch wenn wir gleichzeitig in einem tollen Vintage-Wohnzimmer sitzen, irgendwelche hippen Armbanduhren spazieren tragen und voll die krassen Food-Bowls basteln. Wir alle haben ein Leben, das NOCH echter ist als unsere authentischsten Posts in den Sozialen Medien.

Es gibt Leute, die sagen:

Warum soll ich mir im Internet die Wäscheberge anderer Leute angucken? Ich habe meine eigene Dreckwäsche!

Das kann wortwörtlich oder auch im übertragenden Sinne verstanden werden. Diese Leute wollen Schönes sehen. Muss ich nicht weiter erklären…Ihr kennt ihn alle…diesen fluffy Fotokram, schön hell, schön heiter, schön schön – schöner Einheitsbrei von shiny-happy-people-Köppen. Die Realität stopft man für Fotos unters Kopfkissen und gut is.

Auch ich mag schöne Bilder und drücke da gerne auf Herzchen- oder Like-Buttons. Aber noch viel mehr mag ich Menschen, die Andere hinter ihre Fassaden blicken lassen, denn ohne sie kämen mir die meisten Sozialen Netzwerke schon längst zu den Ohren raus. Gründe? Gründe:

Grund #1
Das Internet ist nicht mehr nur „dieses Internet“, eine Parallelwelt zu unserem Offline-Alltag. Das Internet ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Alltags! Die Grenzen sind fließender denn je und viele Menschen verbringen mittlerweile fast mehr Zeit online als offline (wenn man das Schlafen abzieht). Ob das gut oder schlecht ist, soll jetzt nicht zur Debatte stehen. Wir verbringen online SO viel Zeit inmitten von perfekten Super-Interior-Wohnungen, gefacetuneten Visagen und Körpern und hardcoremäßig hergerichteten Foodfotos und das alles soll NIX mit unserer Birne machen? Doch. Macht es! Mit der Zeit findet man die eigenen Fotos zu schäbbig und sich selbst, seine Kleidung, seine Wohnung und sein Mittagessen erst recht. Weil das Internet dem Gehirn Tag für Tag einen gewissen Standard suggeriert. Immer und immer wieder muss man sich selbst sagen, dass das alles nicht NORMAL ist. Dass das NICHT das echte Leben ist. Dass man NICHT mithalten muss. Klar, man weiß das…theoretisch. Praktisch spielt das Gehirn einem aber immer öfter einen Streich und man vergisst die Wahrheit für einen Moment. Und dann muss man sich erst mal wieder ganz bewusst auf Realitätskurs bringen. Trotzdem…es bleibt etwas hängen. Diese perfekten Körper, diese perfekten Wimpern, diese strahlend weißen Wohnungen und die 10.000 Produkte, die man eigentlich gar nicht braucht.
Grund #2
Wenn es uns Erwachsenen schon so geht, dass wir uns immer mal wieder besinnen müssen auf das, was wirklich zählt, auf das, was das echte Leben ausmacht – wie soll es dann Kindern und Jugendlichen gehen, die all das meist noch nicht so gut reflektieren können wie wir? Teilweise kennen sie es auch gar nicht anders, weil sie ganz anders mit dem Internet auf- oder in das Internet hineingewachsen sind als wir Älteren. Ich könnte KOTZEN, wenn junge Mädchen vor der Schule 45 Minuten (!) allein nur mit ihren Augenbrauen kämpfen bis sie so aussehen wie der Trend es „vorschreibt“ – nachdem sie schon 30 Minuten mit Contouring verbracht haben. Ich bin felsenfest der Ansicht, dass wir es den nachfolgenden Generationen SCHULDIG sind, den Fokus auf all das „Schöne“ im Internet nicht nur nicht zu übersteuern, sondern ihm auch etwas mehr Realität entgegen zu setzen. Diese Oberflächlichkeit, die durch all die hübschen Bildchen suggeriert wird, verursacht Schäden, die im Alltag oft nur schwer und manchmal sogar gar nicht zu relativieren sind. (Sicherlich gibt es auch Eltern, die das Internet regelmäßig mit ihren Kindern thematisieren, aber viele Eltern stecken gar nicht tief genug „drin“, um erkennen zu können wie der Onlinehase läuft.) Das Internet ist nicht mehr das Gegenteil vom „echten Leben“. Das Internet ist TEIL DES ECHTEN LEBENS. Und sollen die nachfolgenden Generationen eine www-Erziehung genießen, die ihnen eintrichtert, dass es im Leben keine Sorgen, Ängste, Krankheiten und erst recht keine kurzen Wimpern zu geben hat? Sollen sie glauben, dass Fassadentum the REAL SHIT ist?
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Grund #3
Wenn diejenigen, die sagen, dass sie keine Lust haben, anderer Leuts‘ Dreckwäsche in den Sozialen Medien zu sehen, in der Überzahl sind, werden sich viele von denen, die das anders empfinden, mit der Zeit mehr und mehr anpassen. Kaum einer will als Einzige oder als Einziger mit seiner Dreckwäsche dastehen. Und dann steigert sich die total authentische Oberflächlichkeit bis ins Unermessliche. Man postet die total schönen Blumen von irgendeinem total angesagten Blumen-Lieferanten und schreibt drunter wie total man sich doch echt über diese Blumen freut, weil man sie sich wert ist und weil #selflove. Mag sogar stimmen, aber vielleicht stimmt noch mehr, dass man mit Depressionen vor der Blumenvase sitzt und nur versucht, sich zu freuen, weil sich das ja eigentlich so gehört. Aber DAS schreibt man nicht unter das Bild. Wenn keiner oder kaum jemand preisgibt wie er oder sie sich wirklich fühlt, glaubt man nur mehr und mehr, dass man selbst „zu anders“ ist, dass „anders sein“ nichts Gutes ist, dass man nicht richtig ist. Wir sind alle anders, wir sind alle richtig – und jeder, der öffentlich dazu steht, gibt jemand Anderem das Gefühl, ein bisschen weniger allein zu sein.
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Aus diesen Gründen FEIERE ich Leute, die den Mut haben, mehr als nur authentisch zu sein. Die so offen sind, dass es vielleicht Manche schockiert, aber dafür viele, viele Andere da abholt, wo sie selbst grad stehen. Weil sie aufklären und ein Bewusstsein schaffen für das, was alles menschlich ist. Weil sie nicht im Einheitsbrei herumrühren, sondern bewegen, berühren und helfen. Weil sie für mich Pioniere sind.
Und ein paar dieser Pioniere, die mir in meinem Instagram-Kosmos besonders am Herzen liegen, möchte ich Euch heute vorstellen. (Ja, das war ne lange Einleitung, aber das ist einfach ein Thema, über das ich am liebsten einen 24h-Vortrag halten würde.)
minusgold

Frau Minusgold ist vor ziemlich genau einem Jahr neben ihrer großen Liebe / ihrem Freund aufgewacht, dessen Herz in der Nacht einfach zu schlagen aufgehört hatte. Die Art und Weise wie sie seinen Tod und ihr (Über-)Leben danach auf Instagram geteilt und in Teilen verarbeitet hat, löst beinahe Ehrfurcht in mir aus. Sie findet Worte, die mich so tief ins Mark treffen, dass mir einfach immer die passenden Worte fehlen. Auch jetzt. Seit einem Jahr befindet sich Minusgold, die eigentlich Jaqueline heißt, auf einer Reise durch ein Leben „danach“. Manchmal kämpft sie so sehr, dass man sich ganz hilflos fühlt, manchmal ist sie wieder glücklich, lacht und feiert. Ich bin ihr dankbar, dass sie ihren Weg, ihr Hin und Her, ihr Herz und ihre Gedanken in Teilen so öffentlich macht, denn ihr Profil zeigt vor allem eins: Egal wie hart es kommen mag, es geht weiter. Man kämpft und lacht, man weint und tanzt, man trauert und trinkt mit Freunden ein Glas Wein. Man ist allein und doch nicht allein. Man überlebt. Und es berührt mich sehr, wie vielen Menschen sie auf ihrem Weg Mut macht – einfach durch ihre fühlbare Ehrlichkeit. Das obige Foto habe ich gewählt, weil es für mich ganz besonders deutlich macht, was Jaqueline auszeichnet: die Auseinandersetzung mit der eigenen Person und der Akzeptanz aller Gefühle, Falten und Dellen. Ich finde diesen Menschen wunderschön.

conni.biesalski

Conni ist mein heimliches Spirit Animal. Gefühlt bin ich auch ein bisschen mit ihr befreundet – nur weiß sie da nix von. Conni hat mich mit ihrem Blog, ihren YT-Videos und ihrem IG-Account wachgerüttelt. Für einige Monate hatte ich mich in ein ziemlich fettes Schneckenhaus verkrochen und habe teilsweise die Fassaden-Parade mitgespielt…bis ich Connis 30-Tage-Challenge zum Thema „Verletzlichkeit“ entdeckt habe. Bums. Wach! Conni setzt für sich in den Sozialen Medien das Prinzip des „Deshaming“ (Entschamifizierung) um. Auch ihren Weg bis zu diesem Punkt kann man online gut zurückverfolgen, denn das, was sie heute im Rahmen ihres neuen Blogs Live your heart out macht, hat nicht mehr viel mit ihren Wurzeln als Reisebloggerin auf Planet Backpack zu tun. Ihre Kehrtwende hat mich inspiriert wie lange nix und niemand mehr! Und „Live your heart out“ ist so eine perfekte Beschreibung für das, wie ich mein Leben leben möchte, dass ich wünschte, dass es mir selbst eingefallen wäre. Aber zurück zum Deshaming: Conni öffnet sich in den Sozialen Medien SO SEHR, dass sie alles, wofür sie glaubt, sich schämen zu müssen, erst recht thematisiert, um sich zu befreien…von Scham, Ängsten und Zweifeln. Dass sie dadurch ein Gefühl von Freiheit empfindet, kann ich unendlich nachvollziehen, aber ebenso kann ich verstehen, dass es Manchem „zu krass“ sein mag. Für mich aber ist Conni ein sagenhaftes Vorbild und ich möchte für mich daran arbeiten, ihren Schneid zu haben. Ich glaube, es gibt niemandem in „meinem“ Internet, der auf mich greifbarer und echter wirkt.

kea_schreibt

Kea und ihre Online-Geschichte mag ich so, so sehr! In ihren Bloganfängen beschäftigte sie sich mit Interior und Lifestyle…bis ihr das zu doof wurde. Sie sattelte um auf das Thema „Nachhaltigkeit“, fand aber dann den Mut, etwaigen Erfolg in Zahlen hinten an zu stellen und alles auf ihre große Liebe, die Poesie, zu setzen. Nun schreibt sie auf Instagram und ihrem Blog mit so viel Ehrlichkeit über Gefühle, dass sie mich immer wieder mit ihrer Stärke und ihrem Mut zur Veränderung tief berührt. Kea steht offen zu ihrer polygamen Lebensführung, spricht über depressive Episoden, rollt feministische Themen auf und haut auch mal einen Artikel über die weibliche Menstruation raus. In diesem Video erzählt sie davon wie und warum sich ihre eigene Offenheit ausschließlich positiv auf ihr Leben auswirkt und regt mit wundervoll herzlichen Worten dazu an, sich nicht hinter irgendwelchen Fassaden zu verstecken. Ich wollte bei jedem einzelnen Wort nur „JA, JA, JAAAAA!“ rufen und mit Herzchenkonfetti um mich rum werfen.

Riccardo Simonetti

Für Riccardo würde ich, wenn es sein müsste, in den Krieg ziehen. Und das ist mein Ernst! Dieser Kerl ist so, so, sooooo gut für diese Welt! Das obige Foto ist ein Screenshot von einem Video, in dem ihm eine Taube auf den Kopf kackt, während er zu „Kiss me“ von Six Pence None The Richer einen sexy Sitztanz absolviert. Ich glaube, ich habe das Video 30x geguckt und Tränen gelacht. Aber nicht aus Schadenfreude, sondern weil ihn genau solche Momente (…er erlebt sowas am laufenden Band) so unfassbar liebenswert machen. Riccardo ist voll der Lifestyleblogger, liebt teure Marken, alles, was glitzert, rennt zig mal in der Woche zum Friseur, um sich hippe Wellen ins Haar fönen zu lassen und treibt sich in „Kreisen“ rum, die man (oder ich) auf den ersten Blick vielleicht erst mal als affektiert abtun würde. Er verkörpert SO Vieles, was ich eigentlich verabscheue und doch könnte ich ihn nicht toller finden, weil er einfach SO SEHR er selbst ist und Tag für Tag mit einer scheinbaren Leichtigkeit dafür kämpft, dass sich noch viel mehr Menschen trauen, einfach sie selbst zu sein. Diese grandiose, bunte Vogel, der mit so viel Herz und einer endlos positiven Einstellung durchs Leben tänzelt, zeigt in meinen Augen vor allem eins: Herzlichkeit und Ehrlichkeit for the win! Vielleicht braucht man ein paar Tage ehe man bei ihm angedockt hat (am besten auf Snapchat, am zweitbesten per IG-Stories, da er dort nur Auszüge von seinen Snaps hochlädt), aber dann sitzt man plötzlich da und wünscht ihm einfach nur alles Glück dieser Erde. Weil er er selbst ist und so vielen (jungen) Menschen zeigt, dass man ALLES sein darf, so lange man Anderen mit Respekt begegnet und das Herz aufm rechten Fleck hat. „Riccardo Simonetti“ sollte ein Schulfach sein, ganz im Ernst. Er ist wesentlich jünger als ich und macht Sachen, die ich in 100 Jahren nicht machen will, aber von ihm habe ich schon verdammt viel gelernt, auch wenn er in genau der fancy Welt lebt, die ich doof finde. Seine Persönlichkeit und seine Mission überstrahlen diesen Schnickschnack einfach.


So. Hier mache ich mal nen Cut, obwohl ich noch einige Leutchen mehr auf Lager habe, die ich Euch gerne vorstellen würde. Demnächst gibts einfach einen zweiten Teil und dann muss ich vorab auch nicht wieder so ne fette Rede halten.

Viele haben mir auf meine Frage hin, ob sie überhaupt noch Blogs lesen, geantwortet, dass sie es mittlerweile lieber kurzweiliger mögen und Instagramfotos mit Texten sowie Instagram Stories oder Snapchat bevorzugen, Geht mir auch so, kann ich also voll verstehen. Aber ich freue mich, dass ich wieder um des Schreibens willen schreibe – das habe ich vermisst. Und viele Themen sind in ihrer Tiefe einfach nicht für kurzweilige Formate geeignet. Stellt Euch mal vor, ich hätte all das hier unter ein IG-Foto geschrieben oder einen zweistündigen Monolog in die Stories gepostet. Wär blöd bis kaum machbar.

Also, für mehr Mut und Offenheit in den Sozialen Medien! Denn es sind die Menschen, die sich genau das auf die Fahne geschrieben haben, die mit ihren Gefühlen und Erfahrungen WIRKLICH berühren und inspirieren!

Merke: Authentisch bedeutet nicht unbedingt offen und ehrlich.

PS:  Wie gesagt kann ich verstehen, wenn nicht jeder einen derart offenen Weg im Internet gehen möchte. Ich kenne zig Gründe, die dafür sprechen, sich schützen zu wollen oder zu müssen. Aber die drei Gründe, die ich oben aufgeführt habe, sorgen dafür, dass ich die Mutigen feiere und froh bin, dass es auch sie in diesem Internet gibt – und ich wünsche mir, dass auch ich immer mutiger werde.

  • fraupiepsegal
    24. August 2017

    Hallo Juli.
    Erst heute hatte ich ein Gespräch darüber, dass man nicht die Welt verändern Kann, sondern nur seine 5 Meter. Und Instagram gehört da zu meinen 5 Metern hinzu. Und es ist mir auch (fast) egal was die Menschen denken, wenn sie es lesen, es ist mir nur wichtig auf Dinge, Gefühle usw aufmerksam zu machen die mir wichtig sind. Ich mache es zwar mit Schloss davor, aber dies geschieht vor allem dem Schutz der Privatsphäre meiner Kinder. Da möchte ich schon einigermaßen den Überblick behalten (wieviele Profile habe ich schon abgelehnt, weil sie mir einfach ganz unheimlich waren…).
    Ich finde es ganz toll was du machst und du motiviert mich durchzuhalten.
    Viele liebe Grüße!

    • Juli Pott
      fraupiepsegal
      25. August 2017

      Ja, dass die Situation mit Kindern noch mal eine andere ist kann ich voll verstehen! Aber es muss ja auch gar nicht immer alles groß und öffentlich sein. Wenn jeder seine 5 Meter verändert, verändert sich schon ne ganze Menge 🙂

  • Mandy
    24. August 2017

    Ach Juli, jetzt fehlen mir die Worte. Das hast du so schön geschrieben und mich dabei sehr berührt. Ich bin jetzt schon 36 und habe auch in diesem hohen Alter manchmal bei Instagram das Gefühl, welches du oben beschreibst. Zu dick, zu hässlich, Wohnung unspektakulär, Nudeln mit Bolognesesauce nicht vorzeigbar und und und. Danke für dein immer wieder Wachrütteln und die Vorstellung der 4 Personen ist mit soooo viel lieben Worten geschehen. Ricardo folge ich auch schon lange und man hat das Gefühl, alleine durch deine Beschreibung ihn zu 100% wieder zu erkennen. Dir wünsche ich viel Glück aber vor Allem viel Freude mit deinem Blog – man spürt dein Herzblut! DANKE!!!

    • AlexA
      Mandy
      24. August 2017

      Danke Mandy, da schließe ich mich an 👍🏻

      • Juli Pott
        AlexA
        25. August 2017

        Liebe Mandy, ich freu mich voll, dass Du meine Worte zu Riccardo passend findest ♥️ Ich freu mich echt sowieso immer riesig, wenn „ältere“ Leute „checken“ was dieser Kerl da eigentlich in den Sozialen Medien veranstaltet. (Zähle mich selber übrigens auch zu den „älteren“ Leuten 😉 )
        Und weißte was?! Heute gibbet erst mal ne schäbbige, aber geile Linsen-Bolo!
        Ganz liebe Grüße an Dich und auch an Dich, Alexa 🙂

  • San
    24. August 2017

    Ich sach‘ jetzt mal; ein Hoch auf Blogs. So sehr ich Instagram auch liebe, ich finde es immer noch toll auf ein Blog zu klicken und da Texte zu lesen, wo sich jemand hingesetzt und geschrieben hat.
    Zu lange Instagram Texte sind mir ehrlich gesagt schon wieder zu anstrengend zu lesen (auf dem kleinen Display) und noch anstrengender selbst zu schreiben… das geht doch auf der Tastatur viel besser.

    Ausserdem ist das Tolle am Blog: man kann das auch in Etappen lesen, wenn man Ruhe und Zeit hat… bei IG muss man immer Angst haben, dass man den Post nicht mehr findet (mit dem blöden Algorhythmus, der da jetzt bestimmt wer, was, wann und wo zu sehen bekommt oder ob die Story noch existiert. Auch übrigens so ein Grund, warum ich mich an die Stories noch gar nicht rangewagt habe… (und ich die auch oft nicht alle angucken kann)… das ist mir zu vergänglich: ich bin für was Handfestes. Einen Blog halt.

    • Juli Pott
      San
      25. August 2017

      Voll schön, dass es noch Leute gibt, die nicht (nur) das Kurzweilige mögen. Ich mag Beides – das Eine kann was, was das Andere nicht kann und große Reden zu tiefgreifenderen Themen sind einfach besser auf einem bleibenden Medium aufgehoben.
      Liebe Grüße an Dich 🙂

      • San
        Juli Pott
        25. August 2017

        Stimme ich dir voll und ganz zu! 🙂

        Und jetzt noch schnell was am Rande: a) kannst du es einstellen, dass man eine Benachrichtigung bekommt, wenn du antwortest?, und b) ist dein ‚Feed‘ mit Absicht verkürzt (würde deine Texte nämlich gerne auch im Reader lesen können) ;))

  • Jess
    24. August 2017

    Liebste Juli,
    Am Anfang, als ich zu Insta kam, war mein Gedanke viele tolle Dinge zu sehen. Lifestyle fürs Kinderzimmer, tolle Foodblogs, Beauty. Nach und nach hat sich mein Blickwinkel jedoch geändert. Seitdem es mir, nach meiner persönlichen Krise, jedoch selbst besser geht, hat sich der Fokus auf meinem Account verändert. Ich möchte anderen helfen und schreibe daher viel über meine Erfahrungen, teile meine schmerzliche Seite und versuche Mut zu machen.
    Mir ist egal wie viele mir folgen oder ob es die breite Masse nicht anspricht – wenn ich einen Menschen erreiche, dem es hilft, der sich in meinem Geschriebenen widerfindet, dann habe ich alles erreicht.
    Im Leben ist nicht alles rosa und plüschig. Und wenn wir anfangen es zu zeigen, dann fühlt sich der ein oder andere vielleicht weniger schlecht, unzulänglich, hilflos, überfordert… ALLEINE.
    Ich bin also dabei, bei der Internetrevolution! ❤️

  • eau de collage blog
    24. August 2017

    AMEN. Du hast so recht. Danke für die tollen neuen Insta-Inspirationen. Mit Conni & Riccardo verbindet mich auch schon länger ne handfeste seelische Nachbarschaft…die sind nicht nur der Hammer, sondern der ganze Werkzeugkasten! 😉

    • Juli Pott
      eau de collage blog
      25. August 2017

      „Nicht nur der Hammer, sondern der ganze Werkzeugkasten“ 😀 ♥️ Super gesprochen!

  • Tanja
    24. August 2017

    Viva la revolution! 😀

    Wobei ich aber grade noch arg am Grübeln bin…weil so ganz kann ich das dieses Mal, glaube ich, nicht unterschreiben. 😉 Ich überlege grade, wie ich das in Worte fasse…

    Bei diesem Punkt, z.B.: „Merke: Authentisch bedeutet nicht unbedingt offen und ehrlich.“ Ganz klar JEIN ;D Wenn jemand NICHT ehrlich ist, ist er auch NICHT authentisch! Denn das Wort Authentizität an sich bedeutet ja eigentlich Echtheit und wenn jemand nicht ehrlich ist, ist er in meinen Augen auch nicht echt. ABER was dem Punkt Offenheit angeht…wenn eine Person z.B. introvertiert ist und damit halt nicht „offen“ im Sinne von „ich muss alles mögliche von mir preisgeben“ oder vielleicht auch im Sinne von „ich bin nicht offen für Neues“ dann wäre das Überspielen der Introvertiertheit ein Mangel an Authentizität. Ergo, in meinen Augen Authentizität = ehrlich, absolutes MUSS aber Authentizität = offen, nicht zwangsläufig.
    Und ich denke, die Authentizität, die wie Du sagst, „durch die Social Media Dörfer getrieben wird“, das ist ja…hm…oftmals leider eher ein Witz. Wenn Mädels da was schreiben von wegen #nomakeup und man selbst denkt sich „jaaa, nomakeup, wei du heute mal „nur“ Kajal und Wimperntusche trägst?!“ Ich muss leider sagen, dass ich oftmals sogar bei eigenen Freunden und Bekannten den Kopf einfach auf den Tisch hauen möchte…

    „Das Internet ist nicht mehr das Gegenteil vom „echten Leben“. Das Internet ist TEIL DES ECHTEN LEBENS.“ – das kann ich wiederum zu 100% unterschreiben, jedenfalls geht mir das so. Ich sage immer „ich bin NICHT mein Online-Ich, aber mein Online-Ich ist ein Teil von mir“. Alles was ich irgendwo schreibe oder poste ist Teil meiner realen Welt, ich habe keine Hochglanzbilder (schau mir aber durchaus gerne welche an) und ich räum auch nicht stundenlang rum, ehe ich ein Bild von irgendwas mache…im Grunde knipse ich einfach immer was ich so sehe oder was mir so passiert. Vielleicht liegt das aber auch an meinem natürlichen „irgendwie immer dazwischen sein“. Denn ich muss, obwohl ich online vieles teile, eben auch nicht alles teilen…was aber vielleicht auch mit ein Problem ist, warum ich mit meinem Blog nicht zu Rande komme, weil da wollte/müsste ich schon persönlich werden und irgendwas hemmt mich da noch. (Mhm, ich glaube man merkt, ich bin mir da selber noch unschlüssig und meine Gedanken nach wie vor unsortiert.)

    „Weil er er selbst ist und so vielen (jungen) Menschen zeigt, dass man ALLES sein darf, so lange man Anderen mit Respekt begegnet und das Herz aufm rechten Fleck hat.“ Das finde ich einfach superschön und lass das mal als Schlussatz so stehen ;D

    Liebe Grüße
    Tanja

    • Juli Pott
      Tanja
      25. August 2017

      Liebe Tanja, danke für Deine Zeilen! Ich freu mich echt soooo riesig über solch fette Kommentare! Viva la Austausch ♥️

      Zum Punkt authentisch/ehrlich:
      Ich kann super authentisch sein und trotzdem mit Vielem hinterm Berg halten. Dann lügt man ja nicht, man erzählt nur Manches nicht. Das ist auch per se völlig okay. Es gibt auch „Dinge“, die ich online nicht zeige oder erzähle. Authentizität funktioniert in meinen Augen – ganz klar – nur über Ehrlichkeit. Aber Ehrlichkeit bedeutet ja nicht unbedingt, dass man unehrlich ist, wenn man das, was einen im Herzen so umtreibt, außen vor lässt. Wenn ich jetzt ein Foto auf IG posten und drunter schreiben würde, dass ich voll gestresst bin, vorm Urlaub noch voll viel zu tun habe, grad hier lieber auf Kommentare antworte, statt für den Besuch, der nachher kommt, zu putzen…dann ist das authentisch und ehrlich und echt. Aber trotzdem lasse ich damit außen vor, was mich seit einigen Tagen sehr belastet. Es geht nicht darum, dass man meiner Ansicht nach, ständig sein Innerstes nach außen kehren sollte. Aber ab und an, bei bestimmten Themen, in bestimmten Kontexten, finde ich es richtig und wichtig, mal frei wech vonne Leber zu sprechen. Ich rede nicht von einem täglichen Seelenstriptease sondergleichen – darum geht es mir nicht. Hm…ich verheddere mich hier grad 😀 Will nur sagen: Ich gebe Dir Recht: Authentizität funktioniert nur über Ehrlichkeit. Das, was ich meine, ist dann halt Ehrlichkeit zum Quadrat 😉 Man kann einfach immer noch ehrlicher als ehrlich sein. Ich hoffe, Du verstehst was ich meine.

      Ich weiß übrigens genau was Du mit „irgendwie immer dazwischen sein“ meinst! Und auch „ich bin NICHT mein Online-Ich, aber mein Online-Ich ist ein Teil von mir“ finde ich super treffend!

      Liebe Grüße zurück!

  • Petra
    24. August 2017

    Hallo Juli,
    ich lese und höre total gerne, was du sagst oder schreibst, allerdings bin ich oft ganz anderer Meinung als du. So auch diesmal! Meinen Kindern und Enkeln, also den Menschen, die mir am wichtigsten sind, würde ich ganz extrem und massiv davon abraten, sich im Internet allzu deutlich zu persönlichen Themen zu äußern und ich versuche es immer durch folgenden Vergleich zu veranschaulichen: Stell dir vor, ich würde meine Fotos oder meine Texte an allen Plakatwänden, Litfasssäulen oder an den leuchtenden Fassaden des Times Squares oder des Piccadilly Circus sehen können. Ganz ehrlich, da wär es mir schon wesentlich lieber, wenn da nur eine schöne Pflanze oder ein selbst gebackener Kuchen von mir zu sehen wäre, statt z.B. Cellulitishaut und intime Lebensbeichten. Ich suche mir gerne die Menschen aus, denen ich privateste Gedanken und Gefühle mitteile und das wird natürlich diejenige oder derjenige sein, der/dem ich vertraue. Wie kann ich davon ausgehen, dass diese mir fast komplett unbekannte Menschenmenge mir ausnahmslos wohlgesonnen ist? Und wenn es nur einer ist, der mein Vertrauen missbraucht – dann kann das schon schlimme Folgen haben!
    Gerade junge Menschen haben durch das Weiterleiten intimster Fotos, Videos und Gedanken schon soviel Shit, Häme und Hetze über sich ergehen lassen müssen und leider wissen wir alle, dass solche Situationen im schlimmsten Fall auch schon lebensbedrohlich oder auch tödlich ausgegangen sind. Ich kann daher immer wieder nur zu absoluter Vorsicht mahnen und daran erinnern, dass alles, was ins Netz gestellt wird, länger als lebenslänglich währt.
    Nun zu dem Punkt, was die superspitzenklasseperfektomaten Fotos mit unserer „Birne“ bzw. den „Birnen“ unserer Kinder machen. Zeitschriften, Illustrierte, Werbung usw. gab es auch schon vor dem Internetzeitalter und immer schon strebten Männlein und Weiblein nach Aussehen, Besitz, Erfolg und Macht, also nach all dem, was die tollen Bilder uns vorgaukeln, dass alle anderen es hätten. Ich weiß auch so, dass ich nie für Victoria’s Secret modeln, nie ein Schweizer Konto besitzen und auch nicht in den Bundestag gewählt werde. Das konnte ich schon früher und kann es auch heute sehr gut differenzieren. Und auch jede Jugendgeneration hatte bestimmte Äußerlichkeiten, die es galt, mitzumachen, um als jemand der „ihren“ anerkannt zu werden. Heute sind es halt z.B. angeklebte Wimpern oder microgebladete Augenbrauen… Es verändert mich auch nicht charakterlich, wenn ich sehe, dass andere sich wöchentlich teure Blumen schicken lassen, sich in mit Pariser Modelabels behaftete Klamotten hüllen oder Lamborghini fahren. Auch in dieser Hinsicht gab es immer schon Menschen, die einen viel praller gefüllten Geldbeutel haben als ich und es ist mir furchtbar egal. Ich glaube, man muss sehr genau unterscheiden, was der Instagramer oder Blogger oder Twitterer oder was auch immer mit seinen Bildern und Texten beabsichtigt. Will er Geld verdienen, bekannt, berühmt werden, Lob, Anerkennung, Aufmerksamkeit? Will er sich die Einsamkeit vertreiben oder sich nur mal mit Menschen austauschen, die ähnliche Interessen und Hobbies haben? All das spielt doch eine große Rolle! Wer supereloquent ist und ein Hammerselbstbewusstsein hat, kann sich sicher auch leichteren Herzens mal zu sensibeleren Themen äußern. Lass doch den Leuten ihre schicken Wohnungen, ihre toll gedeckten Tische und zubereiteten Speisen, ihre frisch lackierten Fingernägel und ihre neuen stylishen Frisuren. Vielleicht macht es sie genauso glücklich, wie dich ernstere Themen und unterstell ihnen deshalb nicht Oberflächlichkeit. Vielleicht verlassen Sie die Oberfläche doch immer noch am liebsten jenseits des Internets. LG Petra

    • Juli Pott
      Petra
      24. August 2017

      Liebe Petra, hab herzlichen Dank für Deinen langen Kommentar und die intensive Auseinandersetzung mit der Thematik! Ich acker mich da mal Stück für Stück durch .)

      1. Ich arbeite tatsächlich auch mit dem Bild, das Du ansprichst: „Könnte ich damit leben, dass das, was ich im Internet poste, in riesengroß am Kölner Dom prangt?“ Antwort: „JA!“ Ich stehe hinter und zu allem, was ich mache. Manches, was ich im letzten Jahr gemacht habe, würde ich in diesem Jahr nicht mehr machen, aber das finde ich okay. Das ist Entwicklung und alles hat seine Zeit, aber auch rückblickend kann ich zu älteren „Sachen“ sehr wohl stehen. Wenn ich hier in diesem Kontext dazu aufrufe, dass auch Andere mit Mut im Internet voran gehen mögen, dann tatsächlich im vollen Bewusstsein des Kölner Doms 🙂 Du schämst Dich vielleicht Deiner Cellulitis. Warum? Weil sich so viele so sehr dafür schämen, dass kaum jemand sie zeigt. Was, wenn das anders wäre? Was, wenn viele, viele Leute ganz offen damit umgingen? Dann wäre es sicher weitaus weniger beängstigend, mit ihr am Kölner Dom zu prangen 🙂

      2. Es gilt für mich zu differenzieren zwischen persönlicher und privatester Gedanken! Als meine letzte Beziehung zu Ende ging, war ich 3 Wochen lang ziemlich fertig und habe kein Wort darüber im Internet verloren…vor allem auch, weil es dabei nicht nur um mich, sondern auch um eine andere Person ging. Nach 3 Wochen habe ich dazu exakt einen Satz gesagt: „Ist übrigens vorbei, ging mir scheiße, aber jetzt bin ich überm Berg.“ Das wars. Es gibt Dinge, über die ich im Internet nicht sprechen würde, weil sie mir zu persönlich sind. Aber ebenso gibt es sehr persönliche Dinge, von denen ich glaube, dass es gut, richtig und wichtig ist, offen damit umzugehen…so habe ich kein Problem damit, darüber zu sprechen, dass ich früher an Sozialphobie litt und viele, viele Jahre damit zu kämpfen hatte. Wenn ich davon spreche, wenden sich die Leute an mich, die aktuell darunter leiden, und fragen wie ich es geschafft habe, da raus zu kommen. Als es mir damals deswegen sehr, sehr schlecht ging, hätte ich mir gewünscht, dass es jemanden in meinem Umfeld (damals war das Internet noch nicht so am Start) gibt, der darüber gesprochen hätte, damit ich hätte sehen können, dass man „das“ schaffen kann, dass „das“ zu überwinden ist. Und wenn ich dann noch die Möglichkeit gehabt hätte, die Person einfach anzusprechen…und Fragen zu stellen…ich wäre vor Freude und Erleichterung im Dreieck gesprungen!

      3. Da du von Enkeln schreibst, gehe ich davon aus, dass Du schon etwas älter bist. Ich kann verstehen, dass ältere Generationen mit sehr viel Skepsis auf die öffentliche Darstellung von Gefühlen blickt. Das hängt mit der Zeit und der jeweiligen Sozialisierung zusammen. Die Menschen, die heute mit dem Internet aufwachsen, werden ganz anders geprägt! Aber du vermischst da auch Einiges. Ich habe an keiner Stelle dazu geraten, intime Fotos oder Ähnliches von sich weiterzuleiten! Das ist eine komplett andere Kiste!

      4. Ich arbeite mit Jugendlichen und erlebe täglich, wie SEHR sie im Internet LEBEN! Snapchat, IG-Stories…das ist Teil ihres ganz regulären Alltags, Das ist in KEINSTER WEISE mit dem zu vergleichen, was wir früher per Zeitschriften oder TV-Werbung eingetrichtert bekamen, Es ist greifbarer, näher, echter, präsenter! Man muss für „Fame“ kein Model mehr sein. Ganz normale Mädchen leben teilweise einen extremen Schönheitswahn vor und das suggeriert, dass es eben „normal“ ist und schwupps wird so was zum Leitbild der kleinen Marie aus der 7. Klasse. du schreibst sehr richtig, dass es DICH nicht charakterlich verändert. Aber Du bist älter, reifer, bedachter. Du bist anders aufgewachsen, hast ein ganz anderes Bewusstsein. Es gibt Mädchen, die so sehr dafür gemobbt werden, dass sie keine künstlichen Fingernägel haben (weil die Eltern dies nicht erlauben), dass sie die Schule wechseln müssen. Du kannst Dich in Deinem Alter mit Deiner medialen Sozialisierung nicht mit den jungen Mädchen der heutigen Zeit vergleichen. Kann ich im Übrigen auch nicht 🙂

      5. Ich habe an keiner Stelle geschrieben, dass die Leute aufhören sollen, ihre stylischen Wohnungen und Co. zu posten. Ich habe Folgendes geschrieben: „Auch ich mag schöne Bilder und drücke da gerne auf Herzchen- oder Like-Buttons. Aber noch viel mehr mag ich Menschen, die Andere hinter ihre Fassaden blicken lassen…“ – mir geht es darum, dass es ein Gleichgewicht geben sollte…meiner Meinung nach. Ich habe auch NICHT geschrieben, dass die Menschen, die nur gestylte Fotos posten, oberflächlich wären! Bitte differenziere dies! Ich habe geschrieben, dass dies eine Oberflächlichkeit suggeriert, die dazu führt, dass daraus ein medialer Standard resultiert, der Schäden verursachen kann. Ich lasse den Leuten ALLES 😀 Aber ich feiere diejenigen, die den Mut haben, dem etwas entgegen zu setzen.

  • wanda
    24. August 2017

    Ach Juli.. du sprichst mir malwieder aus der Seele. mit allem, und jedem Wort. ich hoffe ich werde auch einmal mutiger und ich bin froh dass du wieder schreibst, denn auch dich zähle ich zu den wirklich wichtigen Internetmenschen, einfach weil du genau das ansprichst wie in diesem Post !!

  • Christin
    24. August 2017

    Ich fände es schön, wenn man auch draußen, in der Welt ohne Internet, offen sein könnte, dass die Leute zuhören, mit einem reden und so nehmen, wie man ist.
    Manchmal habe ich den Eindruck, dass sogar schon eine Art Einsamkeitsgefühl dadurch entstehen könnte, wenn man das nicht so mitmacht: Blog, Facebook, Instagram, Snapchat. Nur sind wir Menschen nicht auch wer und bedürfen wir nicht genauso angesehen, anerkannt, gewürdet, beachtet und gewertschätzt zu werden, außerhalb dieser Online-Welt?
    Gedanken, die mir kamen,…grade aktuell wieder, als ich diesen Beitrag las.

    • Juli Pott
      Christin
      24. August 2017

      Huch! Dein Kommentar erschrickt mich etwas. Damit machst Du noch mal eine ganz andere Diskussion auf. So ganz kann ich Dir in diesem Kontext auch nicht folgen. Wie kommst Du darauf, dass man offline weniger angesehen, anerkannt, gewürdigt, beachtet und wertgeschätzt wird? Das ist eine ganz andere Ebene. Jeder Mensch ist wer! Das Internet ist „nur“ eine Kommunikationsplattform. Ich bin online wie offline für Offenheit und Ehrlichkeit und für einen wertschätzenden Umgang.

      • Christin
        Juli Pott
        25. August 2017

        Hallo,
        mir kam so der Gedanke, dass man vor lauter „im Internet leben“ nicht mehr viele Kontakte im Außen hat, man sich quasi im Netz präsentieren muss und manche vielleicht gar nicht mehr wissen wollen, wie es einem wirklich geht.
        An dem Punkt bin ich irgendwie von Deinem Beitrag zu meinen Gedanken gekommen,…nämlich wieviel sein darf, gezeigt werden darf und von anderen auch wahrgenommen wird.
        Du schreibst oft von „besonders schönen Fotos“, etc., die Dich manchmal im Netz nerven und dass es eben auch das Normale, das Alltägliche gibt…,z.B. eben auch, dass etwas nicht perfekt ist, es einem nicht so gut geht. …und so wie Du schreibst (so verstand ich Dich), dass es gut wäre, wenn auch das mehr Platz im Netz hätte, so wünsche ich mir, dass man auch Außen mit dem sein kann, wie man ist, gesehen wird, mit dem was ist,…ohne nur das Schöne, Gute, etc. zeigen zu müssen. Denn es gibt eben noch die andere Seite, jenseits des „Bei mir läuft es gut, seht, was ich alles habe, mache, kann“,…Fun,… . …Vielleicht ist auf dieser anderen Seite eigentlich sogar mehr, als auf der „Es läuft alles gut“-Darstellungs-Seite. Keine Ahnung, ob ich grade gut im Erklären bin. Es war ein Versuch.

        Einen schönen Abend wünsche ich!

  • Iwona
    24. August 2017

    Du schreibst so schön, dass man in jedem Fall Lust hat zu lesen! Die meisten Blogs basieren leider auf Werbung, aber du berührst die Seele mit deinen Worten… mach weiter so! Und mach weiter Insta-Storys… ich höre dir unheimlich gerne zu! Du bist ein besonderer Mensch!
    LG iwi

  • Alexa
    24. August 2017

    Hallo Juli,
    das ist ein toller Ansatz.
    Mir geht es genauso- trotz meiner „langen“ Lebenserfahrung setze ich mich immer wieder (gerade durch Instagram )unter Druck.
    Genüge ich, fehlt mir was, etc…?!
    Dabei habe ich durch meinen Beruf das Glück viel reisen zu können( was viele nicht können) und trotzdem will ich Vollgas, 80 Länder in 7 Tagen und dabei jeden morgen aussehen wie ein Topmodel.
    Aber das tue ich nicht. Ich bin total normal , mit Ecken und Rundungen, mit Kanten und Launen …
    Manchmal muss ich mich selber Erden. Tatsächlich funktioniert das oft ganz gut, doch manchmal eben nicht.
    Gerade neulich erst hat mich auf Instagram ein Typ angeschrieben( selbstverständlich anonym), ob ich Interesse hätte einen anderen Account zukaufen und dadurch mehr Follower zubekommen?! Häh!
    😱
    Erstens habe ich kein Interesse daran und zweitens weshalb interessiert es einen Fremden?
    Nun, auf meine ( ihm zu freche Reaktion) antwortete er: ich könnte interessanter sein. Sollte lieber mehr Bein- und Fussbilder posten, denn hübsch wäre ich ja nicht.
    Ich müsste lügen, wenn mich diese Aussage nicht getroffen hätte, aber nicht weil ich in seinen Augen nicht hübsch bin, sondern weil er so dumm und selbstbewusst war, weil er die Frechheit besaß mir anonym zuschreiben.

    Deshalb unterstütze ich dich in deinem Blog!
    Mehr Realität für alle und wem es nicht passt- tja, Pech gehabt 🎉🎉

  • KIndausDemruhrpott
    24. August 2017

    Gelesen und für gut befunden. Aber zu müde um jetzt mehr zu Schreibens User: bitte nicht kürzer und kompakter im
    IG Stil schreiben. Ich liebe deine ausschweife 💋💋

    • KindauSdEmruhrpott
      KIndausDemruhrpott
      24. August 2017

      Oh Gott:

      Gelesen und für gut befunden. Aber zu müde um jetzt mehr zu Schreiben: bitte nicht kürzer und kompakter im
      IG Stil schreiben. Ich liebe deine ausschweife 💋💋

  • Sarah
    25. August 2017

    Hallo Juli, ich bin immer wieder so beeindruckt wie Menschen es innerhalb von wenigen Minuten schaffen das Leben eines anderen so sehr zu beeinflussen & zu inspirieren. Danke dafür! Um ehrlich zu sein, habe ich dich eben erst entdeckt. Ich habe mir total unvoreingenommen diesen Text durchgelesen & wow. Weißt du, ich denke schon wahnsinnig lange darüber nach mich der Welt zu öffnen. Aber, ja es gibt immer irgendwo ein aber. Aber wenn ich mich öffne, dann kennen alle meine Probleme, alle wüssten dann von meinen Depressionen. Ich bewundere diese Menschen so sehr für ihren Mut. Die Frage die ich mir dagegen stelle ist: Würde ich mir depressive Gedanken wirklich durchlesen wollen? Zieht es die Menschen nicht eher runter? Warum sollten sie sich das über einen längeren Zeitraum immer wieder ansehen wollen? Was wäre der Anreiz dafür? Ich finde es wahnsinnig reizvoll & bin der Idee unheimlich zugetan. Ich würde mich sehr gern endlich wieder ein Stück freier fühlen.
    Liebste Grüße ♥️

    • Juli Pott
      Sarah
      25. August 2017

      Liebe Sarah, ich glaube, Du würdest Dich wundern, wie viele Menschen bei Dir andocken würden, wenn Du Dich öffnest. Na klar, es würde auch Leute geben, die das nicht gut finden, die Dich kritisieren und Deine Offenheit nicht verstehen oder gar verurteilen würden. Aber es würde viel, viel mehr Leute geben, die Dir Liebes zuteil werden lassen. Die Dich verstehen und dankbar sind, sich selbst durch Deine Worte verstanden und weniger allein zu fühlen. Und das wiegt so, so viel mehr! Schau Dir echt mal das Video von Kea an, das ich oben verlinkt habe. Du findest auf ihrem Blog auch einen Text über ihre Depressionen und sowohl dort, als auch auf ihren IG-Account kannst Du sehen wie die Leute darauf reagiert haben.

      Fühl Dich einfach mal gedrückt ♥️

      • finchenmagsmeer
        Juli Pott
        25. August 2017

        Dem kann ich nur zustimmen!! Auch ich habe meine letzten 2 Jahre damit verbracht, meine Depression in den Griff zu bekommen und bin, nachdem ich angefangen habe, mich damit zu beschäftigen, erstaunt gewesen, wie vielen Menschen es ähnlich geht und dass das Thema Depression keinesfalls ein Schattendasein führen sollte, denn es geht sooo vielen Menschen nicht gut damit, es zu verheimlichen und alleine damit klar zu kommen! Erst als ich gemerkt habe, das ich nicht alleine bin und als ich darüber mit anderen „Betroffenen“ gesprochen habe, ging es aufwärts und ich konnte ganz anders damit umgehen! Endlich nicht mehr alleine sein, sich endlich nicht mehr wie ein Aussenseiter fühlen, das tut so gut! Vor allem auch die Gruppentherapie hat mir so geholfen, denn die Erfahrungen anderer und wie sie damit umgehen, ist auch eine Hilfe für mich gewesen. Und seit dem versuche ich, erstmal in meinem Umfeld, offener mit meiner Depression umzugehen und darüber aufzuklären, soweit es mir möglich ist. Und andere anzuspornen, sich helfen zu lassen – es ist keine Schande, sondern ein Zeichen von Mut und meiner Meinung nach auch Stärke, zu seinen Problemen zu stehen und sie zuzugeben und ein erster Schritt in die richtige Richtung!! Also Juli, danke für deine Worte und diesen Mutaufruf, ich wünsche mir mehr Offenheit in manchen Themen, damit man aufhören kann, mit Scham damit umzugehen und anfängt, stolz auf sich zu sein, das man zu sich steht und seine Probleme angeht!! Kein Mensch ist so perfekt, wie es oft den Anschein hat, jeder hat große und kleinere Päckchen, die er oder sie mit sich herum trägt, und alleine trägt es sich doch oft so schwer – also warum sich nicht gegenseitig tragen helfen? Ein bißchen… oder ein bißchen mehr… je nachdem!

    • Kea
      Sarah
      25. August 2017

      Liebe Sarah, auch von mir an dieser Stelle noch ein Mutmacher: Wenn dein Herz dir schon sagt, dass du dich freier fühlen könntest, wenn du ganz du selbst sein dürftest – und die Depression ist eben ein Teil deines Lebens – dann ist das, glaube ich, ein Wegweiser. So ging es mir auch, als ich Anfang des Jahres erst ganz offen über meine Angststörung und dann meine Erfahrungen mit Depressionen geschrieben habe. Es kam so viel Liebe, Respekt und Offenheit zurück! Wirklich, in Massen. Für mich ein ganz wichtiger Schritt in Richtung Ich-sein. Und in Richtung Selbstliebe. Denn es tut so wahnsinnig gut, sich nicht verstecken zu müssen. Ich wünsche dir alles Liebe! Kea

      • finchenmagsmeer
        Kea
        25. August 2017

        Genau so ging es mir auch – so viele Menschen haben mir Mut zugeprochen und haben so toll auf mich reagiert und vor allem auf meine Veränderung und meinen neuen Weg finden sie so gut! Ich wünsche allen, die auch diesen Weg gehen müssen, viel Mut und Kraft und ganz viel Liebe auch aus eurem Umfeld!!!

  • Lia
    25. August 2017

    Danke! Diese Authentizität im Internet ‚liveauthentic‘ als hashtag – da sträuben sich mir die Nackenhaare! Nicht weil ich per se denke der lebt unecht, sondern weil es meist unter irgend ner Wohnungsecke gepostet wird, die es genau so schon 100 mal im Profil gibt, Hauptsache noch ne Pflanze mit bei. (Ich möchte keine Monstera nähen!)

    Aber ach Juli, ich persönlich (hehe) freue mich einfach echt sehr von dir lesen zu können, ich sage schon so ewig, es fehlen coole, echte Frauen im Internet! Danke!

  • Elli
    25. August 2017

    Juli, das ist mal wieder absolut fabelhaft geschrieben. Ich verstehe absolut was du meinst. Mittlerweile empfinde ich vieles im Internet auch einfach nur noch als Schein. Leute die einfach unehrlich wirken und gerade der jüngeren Generation wirklich ein falsches Weltbild vermitteln. Ich versuche so gut es geht, von solchen Blogs Abstand zu gewinnen. Manchmal erwische ich mich nämlich auch dabei, wie ich denke: Oh Gott ich brauche diese Lampe unbedingt! Ein Leben ohne diese Lampe ist einfach sinnlos!
    Und dann kommt die Realität um die Ecke: Diese Lampe kostet 2.900€.
    Leider ist diese Online-Welt in den letzten Jahren so durch die Decke gegangen, dass die erforgreichen „Influencer“ einfach so viel Geld verdienen (was ja auch ok ist – jeder sucht sich seinen Job selbst aus), aber trotzdem sieht es immer alles einfach aus. Bis in die Puppen schlafen, Heut fancy frühstücken in Paris, in New York zu Abendessen und hübsche Bilder posten, die normalen Menschen wie uns manchmal doch ein falsches Bild präsentieren.

    Und wenn man genau überlegt, würde ich gar nicht mit ihnen tauschen wollen. Will ich den ganzen Tag auf Snapchat präsent sein? Auch wenn es hochgerechnet pro Tag vllt nur 15 Minuten sind, Ich genieße doch einfach lieber mein Privatleben. Ich poste gerne Bilder, habe es gerne schön und Reise gern – aber ich bewahre mir eben doch meine kleine Welt für mich, einfach weil ich „einfach normal“ bin.

    Es gibt einfach zu wenige von deinen o.g. Inspirationsmenschen. Die Tabu-Themen wie Tod, schwere Krankheiten oder andere Schicksalsschläge offen und authentisch in die Welt tragen. Ich kenne von deinen o.g. Tipps nur Riccardo. Und ich liebe ihn abgöttisch für seine Art. Toll geschrieben!
    Ich persönlich gucke mir auch sehr gerne @kimspiriert auf Instagram an. Ich „kenne“ Kim schon seit 2010., habe sie zwar nie persönlich getroffen, aber folge ihr eben schon so lange. Sie hat dieses Jahr die Diagnose Brustkrebs bekommen und alter Schwede: Ich habe selten jemanden bewundert für so viel Kraft die sie in die Öffentlichkeit trägt. Sie nimmt einen auf ihrem Weg den Krebs zu bekämpfen mit und kennt auch absolut keine Tabu-Themen. Absolut Wahnsinn. Vielleicht mal einen Klick wert 🙂

    Liebe Grüße Elli

  • Anna von "Die Küchenwiesel"
    25. August 2017

    Hallo Juli,

    du triffst mit deinem Artikel so dermaßen ins Schwarze!
    Ich kann es auf Instagram nicht mehr sehen. Die Foodblogger-Szene verkommt immer mehr zu einer Show, in der es nur noch um gefakte Bilder geht, die möglichst ästhetisch und ansprechend aussehen und dem Leser vermitteln, dass das Essen immer eine Art Kunstwerk ist.
    Klar, auf unserem Blog sehen die Bilder auch nicht aus wie zwischen Tür und Angel aufgefüllt, aber nicht auf unserem Instagramaccount! Wenn der Abwasch rumsteht, ist es so! Wenn das Essen eben aussieht wie überfahren, ist das so! Alltag? Gehört dazu und sieht aus, wie er aussieht.
    Leider interessieren sich viele Leute nicht für das echte Leben von Bloggern und entfolgen einem schnell, wenn nicht mehr alles aussieht wie aus einem Magazin. Das muss sich ändern! Die Leute verkommen immer mehr zu Ästhethik-Junkies, die schlussendlich einfach nur noch von ihrem eigenen Leben überfordert sind, weil es nicht aussieht wie gestellt. Das muss nun wirklich nicht sein!

    Ich hoffe sehr, dass sich eine #internetrevolution startet, die die Leute mal wachrüttelt und ihnen zeigt, dass das Leben 1.0 nun mal das Wichtigste ist und nicht die Scheinwelt!

    Also – viva la Revolution! 🙂

    Viele, viele liebe Grüße,

    Anna

  • Sarah
    25. August 2017

    Liebe Juli,
    Vielen Dank für diesen tollen Beitrag❤️
    Ich muss sagen, ich bin seit 3 Jahren bei Instagram und ich finde es verändert sich schon etwas … Es gibt heute deutlich mehr Leute in meinem Feed die auch einfach mal ehrlich sind. Grade in den letzten Monaten aber auch durchaus bewusst von mir „gefunden“ weil ich nach „echtem Leben“ gesucht habe. Ich habe nicht so viele Follower , denke dann eher – Na wen juckt das ob ich jetzt zb schreibe was für eine Achterbahnfahrt ich mit meinem 11-jährigen Sohn mache? Wie schwer es sein kann bewusst zu lieben obwohl der Alltag mit Pupertät, eigener Meinung, Schule usw so unglaublich schwer oft ist. Wer will schon lesen das es schwierig bleibt auch wenn man das nicht mehr „Schub“ , „Zähnen“ oder „3-monats-kolliken“ nennt? Grade beim Kind – will man sich denn öffentlich „negativ“ äußern? Ist man dann nicht gleich die schlechte Mutter? Die die sich nicht mehr Mühe gibt? Ich denke immer wieder darüber nach auch mal über Situationen zu schreiben die schwierig sind, in denen es knallt , in denen ich meinen Sohn der letzten 10 Jahre nicht wiederfinde. Den ich genauso liebe aber das oft unter Ärger und Unverständnis versteckt ist und ich mich furchtbar dafür fühle… Obwohl es mit Sicherheit vielen vielen Eltern so geht.
    Also poste ich eher wieder ein Bild vom Sport , erzähle Kurz was zum Training und „der Tag war stressig“ und das wars. Denn ich wäre nicht mutig genug. Aber danke für deinen tollen Text und die Empfehlungen, da schaue ich jetzt erstmal durch😊 liebe Grüße Sarah

    • Juli Pott
      Sarah
      25. August 2017

      Ich kann Dir sagen wen das interessiert! Andere Mamas ♥️ Und ist es negativ, manchmal zu erzählen wie schwierig der Alltag sein kann? Finde ich nicht! Man kann doch auch in Liebe mal darüber reden was einen belastet. Ein tolles Beispiel in dieser Hinsicht ist für mich der Account _theshellydiaries_ 🙂 Jessica hat ein kleines Kind und berichtet so offen, ehrlich, herzlich, manchmal verzweifelt, aber immer liebevoll von ihrem Mama-Alltag, dass sogar ich als Nicht-Mama gerne zuhöre und sie für ihre Offenheit sehr bewundere. Vielleicht magst Du bei ihr mal reinschauen? Vielleicht macht sie Dir etwas Mut? Könnte ich mir zumindest gut vorstellen 🙂

      Ganz liebe Grüße an Dich!

  • Daniela
    25. August 2017

    Liebe Juli, ich habe mir deinen Text durchgelesen und Du sprichst mir aus der Seele. Ich empfinde es genauso und es ist einfach schön das es jemand so beschreibt. Mach weiter so und greife die Themen auf die wichtig für uns alle sind. LG

    • Juli Pott
      Daniela
      25. August 2017

      Vielen herzlichen Dank für Deine liebe Rückmeldung ♥️

  • Maggie
    25. August 2017

    Hach Juli,
    ich bin so froh, dass du wieder bloggst! Und die Problematik/ Frage wie viel und was man öffentlich Preis geben möchte, kenne ich nur zu gut.
    Meine Ansicht dazu ist: wenn man Rückschläge erlebt hat (ähnlich wie @minusgold) und einen Weg gefunden hat, damit umzugehen, sollte man das Preis geben. Einfach um anderen damit zu helfen.
    Ich schreibe selbst seit einer kurzen Weile und gebe dabei auch viel von mir, meinem Scheitern und Situationen Preis, für die ich mich vor Jahren noch unfassbar geschämt habe. Und nun haue ich das Zeug raus und hoffe, dass andere junge Mädels sich damit identifizieren und was darauf mitnehmen können.

    In deinem Text stecken so viele Aspekte, auf die ich liebend gerne eingehen würde, aber kurz zusammengefasst: du hast Recht und Danke!

    Liebe Grüße
    Maggie

    • Juli Pott
      Maggie
      25. August 2017

      Maggie, ich hab mir Deinen Blog angeguckt. Nur angeguckt bisher, noch nix gelesen…das mache ich heute Abend in Ruhe. Aber ich muss Dir direkt sagen: SIEHT DEIN BLOG GEIL AUS! Optisch der Oberhammer und die Überschriften Deiner Posts sehen voll nach was für mich aus ♥️ Bin super neugierig und freue mich darauf, Dich und Stahlpink online besser kennen zu lernen! Danke, dass Du mir hier geschrieben hast und ich Dich so finden konnte 🙂

  • frauempunktliebt
    25. August 2017

    Liebe Juli.
    Ich folgte dir bereits auf Snapchat, dann wartete ich wie viele andere geduldig auf deine Rückkehr via Instagram (ich bin so froh, dass du weiterhin deine Gedanken und dein Leben mit uns teilst!) Ich habe eher selten bei einer deiner Aktionen mitgemacht (wie dem Faktenfreitag etc) bin dir aber auf ewig dankbar für deine Spotify Gute-Laune-Playlist 🙂 Aber in all der Zeit habe ich mir nicht einmal deinen (alten) Blog angesehen um zu schauen was du da so treibst. Auch wenn ich selbst gerne schreibe, lese ich selten Blogs. Und doch bin ich über deine Instastorie jetzt hier gelandet.
    Danke Juli.
    Ich stecke momentan wieder ganz schön tief drin im Zweifeln und Verzweifeln. In der großen Traurigkeit und Einsamkeit. Mein Instagramaccount ist eingeschlafen. Mein Blog (der doch noch so in den Anfängen steckt) auch. Ich habe in der letzten Zeit mehr als einmal darüber nachgedacht einfach alles zu löschen und mich aus Social Media rauszuhalten.
    Aber deine Worte zu lesen hat mich wachgerüttelt. (Und zum weinen gebracht! Himmelherrgott!) Weil ich weiß, dass Teil deiner Internetrevolution sein kann und möchte. Ich will weiter schreiben.
    Lasst uns mutig und echt sein. Ungeschminkt und ehrlich.
    Verletzlich aber trotzdem so stark.
    #starttherevolution

    Mit ganz viel Liebe,
    Lena

    • Juli Pott
      frauempunktliebt
      25. August 2017

      Lena, Dein Kommentar bringt jetzt MICH zum Weinen ♥️ Vielen, vielen Dank für Deine Ehrlichkeit!
      Weißt Du was? Vielleicht braucht es zwischendurch so eine Phase, in der man sich zurückzieht und alles in Frage stellt. Ging mir im Frühjahr genauso. Ich hab mich verkrochen und dann hat mich online jemand wachgerüttelt und plötzlich habe ich gemerkt, dass in der stilleren Phase ganz viel in mir gewachsen ist. Dass aus den Zweifeln und Sorgen etwas entstanden ist, das ein guter Nährboden sein kann, um mit Mut was Gutes da reinzupflanzen. Schreib weiter! Ich komm gucken ♥️
      Fühl Dich umarmt!

  • Kea
    25. August 2017

    Ach, Juli! Ich lieb die Revolution. Ehrlich wahr. Und das nicht etwa, weil ich die Ehre habe, in deiner Insposhit-Liste (bester Name) aufzutauchen – sondern weil mir dieses Thema wirklich so auf der Seele brennt. Die unsägliche Verknüpfung von gewissen „Insta-Status-Symbolen“ (von der Wohnung zum Frühstück, über den Urlaub bis zu den Schuhen, der Beziehung und zurück) mit dem Gefühl von Glück und Zufriedenheit sät genau das Gegenteil: Minderwertigkeitskomplexe, ständiges Unzufriedensein und einen Drang nach unmenschlicher Perfektion.
    Genau deshalb mache ich auch die weniger pastellfarbenen Töne meines Lebens immer wieder zum Thema auf meinem Blog und Instagram. Ich weiß, es ist nur ein kleines Gegengewicht, aber mir hat der Ausstieg aus der Lifestyle-Szene so gut getan – gerade für junge Mädchen ist es so wichtig, dass sie auch andere Vorbilder finden, inspirierende Menschen wie Conni oder Jaqueline. Damit sie die volle Gefühlspalette der menschlichen Emotionen umarmen, damit sie sich selbst umarmen, MIT allem, was da ist.
    Ich steh für jede Revolutions-Aktion bereit! Für ein liebe-volles Netz!
    Kea

    • finchenmagsmeer
      Kea
      25. August 2017

      Genau so wünsche ich mir das auch – es ist soooo schön, dich liebe KEA und dich, liebe JULI, über Instagram kennen gelernt zu haben und an euren Gedanken teil zu haben und das wir uns jetzt hier und auch über Insta austauschen, finde ich einfach toll!! Weiter so, ich bin sooo gespannt und neugierig, was noch daraus entsteht! Fühlt euch aber erstmal gedrückt – ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende voll schöner neuer Begegnungen und Liebe! ♥️♥️♥️♥️♥️♥️

  • Melissa
    25. August 2017

    Liebe Juli,
    unbekannterweise muss ich dir ein großes Danke sagen für die schönen Worte, die du da oben gefunden hast! Vieles davon möchte ich mit Textmarkern (limited Pastel-Edition) ganz fett unterstreichen und auf Flugblätter schreiben.
    Ich selbst schreibe seit 2-3 Jahren auf meinem Blog und Instagram offen über meine Angststörung. Anfangs war es aus einer Frustration heraus, wieso ausgerechnet ich darunter leiden muss; mit dem ehrlichen Schreiben habe ich gemerkt, dass da noch ganz viele da draußen sind, die dankbar sind, solche Worte lesen zu dürfen. Denen es genauso geht. Ich habe teilweise Nachrichten bekommen, bei denen ich Rotz und Wasser geheult habe, einfach weil sich Menschen dafür bedankt haben, dass ihnen wer gezeigt hat, dass sie nicht alleine sind mit den Panikattacken, den Depressionen und überhaupt allem.
    Zwischendurch wurde es mir oft auch zu viel; vor allem wenn man mit Schicksalen konfrontiert wird und merkt, dass man diesem Menschen gerade 0% helfen kann. Da muss man zwischendurch mal Abstand nehmen und auch deutlich machen, dass man kein Online-Therapeut ist und manche Sachen auch triggern können.
    Ohweia, ich schweife schon wieder ab. Anyway: Mehr Realität und Ehrlichkeit, vor allem wenn es weh tut.
    Schicke dir ganz viel Licht und Liebe!

    • Juli Pott
      Melissa
      25. August 2017

      Melissa, Dein Blog hat mich schon im Sack! Hab grad rübergeklickt und allein der erste Satz: „Ich hab Panikattacken durchgespielt und empfehle es niemandem“ 😀 ♥️ SUPER! Ich habe auch viele Jahre unter einer Panikstörung gelitten und wie toll ist das, dass heutzutage Leute wie Du ein „Panikattacken-Firstaid-Kit“ online stellen?!? Was hätte ich damals für sowas gegeben? Für einen Blog, der sich mit dem Thema befasst? Für jemanden, bei dem ich mich verstanden hätte fühlen können! Ich kam mir damals wie ein Alien vor 🙂

      Und ja, das mit dem Abstand kenne ich. So dankbar ich immer und immer wieder für das Vertrauen bin, das man mir entgegen bringt…manchmal ist man überfordert und hilflos. Ich hab dann auch schon mal öffentlich gesagt, dass ich weder ein Therapeut noch Domian bin 😉 Aber dennoch bedeutet mir solch ein Austausch unheimlich viel und ich freue mich, wenn ich jemandem auf seinem Weg etwas Kraft geben oder Mut machen kann.

      Ich freue mich darauf, Deinen Blog zu verfolgen! Und die Pastell-Marker hab ich auch 😀

      Ganz viel Licht und Liebe zurück an Dich!

  • Cherry
    25. August 2017

    Hach, so ein schöner Blogbeitrag. Da ich deine Insta Storys gerne gucke, hatte ich beim Lesen deine Stimme im Kopf. Ich finde es toll, dass du auch so schreibst wie du sprichst.
    Ich bin vor gut einem Jahr Mama eines Sohnes geworden. Und somit hat sich irgendwie unbeabsichtigt auch mein Instagram Profil geändert und auch den Leuten denen ich nun folge. Klar sind da noch die alten aber natürlich auch viele neue „Mutti Profile“. Oft hole ich mir dort Inspirationen, neue Anregungen und der Austausch ist oft auch sehr toll und persönlicher. Es ist auch schön zu sehen, dass es anderen Müttern auch mal beschissen geht oder auch andere müde Panda Augen haben. In den letzten Wochen war ich jedoch oft genervt von den gestylten Mutti Profilen. Alles wurde ins rechte Licht gesetzt und es sah dann sehr inzeniert aus. Zudem ertappte ich mich nur noch beim durchscrollen. Da kommt dein Artikel wie gerufen. Ich werde heute abend mal ordentlich aussieben und ein paar neue mit reinnehmen. Mittlerweile geht es mir auch mehr um Nachhaltigkeit, Sinne anregen, neuen Input bekommen, auch mal das reale Leben sehen, Liebe verteilen und nicht um das neue Waschmittel was angepriesen werden muss.

  • pi
    25. August 2017

    was für ein wundervoller artikel! genau das ist auch eins meiner großen themen, mit dem ich mich lange wissenschaftlich beschäftigt habe (und immer noch ständig gedanklich beschäftige). habe letztens auch über die zwei seiten von instagram und blogs geschrieben und komme, wenn auch in ganz anderen worten, zu sehr ähnlichen schlüssen wie du.

    bin ueber minusgold auf dich gestossen, du warst früher oft auf neon.de, nicht wahr? jaja, das internetz. es ist schon witzig, und man sollte nicht unterschätzen, wie sehr es einen begleitet und prägt. lg, pia

  • Miss_klickerklacker
    25. August 2017

    Ach, meine liebe Juli..

    weißt du eigentlich, dass du meine persönliche Internetheldin bist?
    Wäre ich eine Bloggerin, dann hätte ich genau deine Worte für dich selber gewählt.
    Ich würde Dich öffentlich feiern, und alle Menschen einladen, deine Texte zu lesen, deine Stories zu schauen und sich in Bronko zu verlieben.
    Ich möchte Bücher von dir kaufen und wäre die erste an der Kinokasse, wenn all deine Reiseberichte verfilmt würden.
    Danke, und das meine ich ernst, Danke, dass du du bist. ♥️♥️

  • Christin
    25. August 2017

    Irgendwie finde ich es grade schön, was hier in den Kommentaren grade abläuft. In den meisten Kommentaren, die ich bisher in Blogs oder Instagram gelesen haben, ging es um Zustimmung, Lob. Manchmal wurde dabei nicht mal das Thema ansich nochmal aufgegriffen. Hier unterhalten sich grade die Leute, nehmen Bezug zu einander, erzählen selber von sich und ihren Gedanken. Das finde ich schön. Wieviele alleine in den heutigen Kommentaren von sich aus von Depressionen und Angststörungen geschrieben haben.
    Ich habe lange in Foren zu meinen Themen geschrieben. Da war ich anonym. Manchmal ging es gut, manchmal kam kaum etwas zurück oder es gab viele Missverständnisse, die sich mal aufklären ließen, mal auch nicht. Ich wäre bis heute nicht auf die Idee gekommen, mich mit Foto oder gar vielleicht Adresse in einem eigenen Blog oder Instagram sichtbar zu machen.
    Wenn ich die Anteilnahme manchmal sehe, denke ich: Ich will auch so etwas haben. …Dann wiederherum denke ich: Kann es nicht auch anders gehen (ohne Blog und IG?).

    Bin grade wohl etwas nachdenklich und höre jetzt mal auf.

  • 5 Links für den September - Zeit für Optimisten
    31. August 2017

    […] #insposhit: Instagram […]

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